Haushalte in Deutschland mit Ökostrom, Ökostromtarif Anteil pro Bundesland in Prozent

Karte: installierte Leistung Erneuerbare Energien in Deustchland

Ökostrom

Stromverbrauch in Deutschland und Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch

Vergleich der Ökostrom-Preise in Deutschland

Stromerzeugung Deutschland 2015

Statistik Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Entwicklung der EEG-Umlage

Statistik EEG-Umlage 2014

Infografik Jobs durch erneuerbare Energien in Deutschland

Statistik Zustimmung erneuerbare Energien in Deutschland - Ökostrom

Ökostrom in Deutschland

Ökostrom ist umweltfreundlicher Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind– und Solarenergie, Wasserkraft oder Biogas.

Deutschland will bis 2025 einen Ökostrom-Anteil an der Stromerzeugung von mindestens 40% erreichen und diesen Anteil bis 2035 auf 60% erhöhen. Das 40%-Ziel rückt in greifbare Nähe, denn 2015 hatten die erneuerbarer Energien mit 30% den größten Anteil am deutschen Strommix mit einer Steigerung von 85% seit 2010.

30% Ökostrom-Anteil entsprachen 2015 einer Menge von 195 Milliarden Kilowattstunden, die von fast 2 Millionen Erneuerbare-Energien-Anlagen produziert wurden. Mit den dort entstandenen 371.000 Arbeitsplätzen sind die Ökostrom-Produzenten auch ein bedeutender Arbeitgeber in Deutschland und haben den Braunkohle/Steinkohle-Sektor mit nur noch 33.500 Beschäftigen längst überholt.

Die Erneuerbaren erzeugen bereits mehr Strom als von deutschen Privathaushalten verbraucht wird. Der landesweite Anteil von 22% Privatkunden mit Ökostrom-Tarif kann also noch gesteigert werden.

Ökostrom-Anbieter bieten sauberen Strom an, der aus 100% erneuerbaren Energien stammt. Zu den größten Ökostrom-Anbietern in Deutschland gehören Lichtblick, die Elektrizitätswerke Schönau [EWS], Polarstern Energie, Greenpeace Energy, Bürgerwerke eG, Naturwatt, die Strommixer, ENTEGA und die Naturstrom AG.

„Ökostrom“ ist kein geschützter Begriff und dennoch gibt es Gütesiegel, die den Qualitätsbegriff für den Stromkunden eingrenzen. Diese Zertifikate sollen die ökologische Produktion eines Stromangebotes bestätigen. Die wichtigsten Ökolabel in Deutschland sind das Grüner Strom-Label, Ok-power und die TÜV Nord- / SÜD-Zertifizierung.

Haushalte in Deutschland mit Ökostrom

Anteil privater Haushalte mit Ökostrom-Tarif [pro Bundesland in %]

Haushalte in Deutschland mit Ökostrom, Ökostromtarif Anteil pro Bundesland in Prozent
Deutschland, Erneuerbare Energien, Haushalte, Infografik, Ökostrom, Ökostromtarif

Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte und auch immer mehr Verbrauchern wird wichtig, dass Ökostrom aus der eigenen Steckdose fließt.

Zur Anzahl der deutschen Haushalte mit Ökostrom-Bezug gibt es verschiedene Erhebungen, die alle in dieselbe Richtung zeigen: Tendenz steigend.

Die Bundesnetzagentur [BnetzA, Monitoringbericht 2014] zählte für das Jahr 2013 im Rahmen einer Stromlieferanten-Befragung knapp 7,5 Millionen private Anschlüsse mit Ökostrom-Versorgung. Das sind 17% der fast 44 Millionen Haushaltskunden und ein Anstieg um 2% im Vergleich zum Vorjahr.

Die Agentur für erneuerbare Energien veröffentlicht Daten auf Bundesland-Ebene und meldet, dass zwischen 16 und 28% der Privathaushalte mit Ökostrom beliefert werden. Spitzenreiter beim Ökostrom-Bezug sind Berlin [28%], das Saarland [28%] und Mecklenburg-Vorpommern [27%], Schlusslichter bilden die Bundesländer Thüringen und Sachsen mit nur 16%.

Laut Umfrage des Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers ist für 17% der Stromkunden die Wahl eines Ökostrom-Produktes beim Anbieterwechsel wichtig.

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Strommix 2015: Stromerzeugung nach Energieträgern

Anteil der Erneuerbaren an der Bruttostromerzeugung steigt auf 30%

Stromerzeugung Deutschland 2015
2015, Deutschland, Energiemix, Erneuerbare Energien, Stromerzeugung, Strommix

2015 wird wieder ein Rekordjahr für die erneuerbaren Energien, so die Bilanz des Bundesverbandes der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft [BDEW]. Laut Hochrechnungen vom 21. Dezember haben die Erneuerbaren einen Anteil von 30% am Strommix 2015. Im Vorjahr waren es noch knapp 26% der Bruttostromerzeugung. In absoluten Zahlen erzeugen die regenerativen Energien 194,1 Milliarden Kilowattstunden [Mrd. kWh]. Insgesamt rechnet der BDEW mit einer Strommenge von 647,1 Mrd. kWh in diesem Jahr, was einer Zunahme von 3,1% entspricht.

Braunkohlekraftwerke produzierten 2015 weiterhin auf hohem Niveau, kommen aber nur noch auf rund 155,0 Mrd. kWh - 0,5% weniger als im Vorjahr. Steinkohle trägt 18,2% [118 Mrd. kWh] zum Energiemix 2015 bei.

Die Windenergie legte im Vergleich zum Vorjahr ordentlich zu [+46%] und erreicht einen Anteil an der Stromerzeugung von 13,3%. Windkraft an Land erzeugt aktuell einen Anteil von 12% am Strommix. Hinzu kommen 1,3% durch Offshore-Windenergieanlagen. 

Der Photovoltaik-Anteil steigt leicht auf 5,9%. Biomasse [einschließlich Bio-Siedlungsabfälle] geht etwas zurück auf 7,7%. Wasserkraft erzeugt ebenfalls etwas weniger Strom und sinkt auf 3%. Der Anteil der Kernkraft sink 2015 um 5,8% und liegt jetzt bei 14,1% des deutschen Strommixes. Erdgas trägt in diesem Jahr 8,8% zur Stromerzeugung bei, was einer Reduktion um 6,8% zum Vorjahr entspricht.

Bruttostromerzeugung nach Energieträgern in Deutschland 2015 [Prognose]

Energieträgerin Mrd. kWhin %Veränderung zu 2014 in %
Kernenergie91,514,1- 5,8
Braunkohle155,024,0- 0,5
Steinkohle118,018,2- 0,5
Erdgas57,08,8- 6,8
Erneuerbare194,130,0+ 19,4
davon:   
Wasser19,53,0- 0,4
Wind onshore77,912,0+ 39,3
Wind offshore8,11,3+ 458,8
Photovoltaik38,55,9+ 6,8
Biomasse44,26,8+ 2,1
Siedlungsabfälle5,70,9- 6,1
Geothermie0,1250,0+ 27,3
Sonstige Energieträger31,54,9- 3,2
Stromerzeugung [brutto] gesamt647,1100,0%+ 3,1

Wo ist Ökostrom am günstigsten?

Preise für Ökostrom im landesweiten Vergleich 2015

Vergleich der Ökostrom-Preise in Deutschland
Deutschland, Ökostrom, Preise, Vergleich

Preise für Ökostrom-Produkte unterscheiden sich in Deutschland nur noch geringfügig von denen anderer Tarife. Oft sind die sogenannten Graustrom-Angebote sogar teurer als die grüne Energie.
Doch auch bei den Ökostrompreisen gibt es ein hohes Preisgefälle innerhalb des Bundesgebietes. Zahlt eine Familie in Sassnitz auf der Insel Rügen für 5.000 Kilowattstunden 1.150 Euro im Jahr, gibt es die gleiche Menge Strom in Passau schon für 1.000 Euro.

Hauptgrund für die enormen Unterschiede sind die Netzentgelte, die für die Bereitstellung des Stromnetzes und den Transport des Stroms berechnet werden. Da Ökostrom-Anlagen vor allem auf dem Land gebaut werden, muss hier auch das Verteilernetz am stärksten ausgebaut werden, das den Strom aufnehmen und transportieren soll.

Das führt zu höheren Netzausbau-Kosten in den ländlichen Regionen, in denen die Bevölkerungsdichte viel geringer ist. Weil die Netzbetreiber die Kosten aber regional an die Kunden weitergeben, verteilen sich immer höhere Kosten auf immer weniger Kunden. Am stärksten betroffen von dieser Umlage-Praxis sind Menschen in den ländlichen Regionen Ostdeutschlands.

Zur Klassifizierung der Ökostrom-Label/Zertifikate und der Ökostromanbieter ist eine Infografik in Produktion. Wenn Sie diese bei Erscheinen erhalten möchten, tragen Sie sich für das Presse-Abo ein oder schicken Sie uns eine Nachricht.

Breite Mehrheit für schnellen Ökostrom-Ausbau

93% unterstützen den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien, 55% wollen es schneller

Ökostrom
Energiewende, Erneuerbare Energien, Ökostrom AEE, Greenpeace · 2016

Erneuerbare Energien genießen eine sehr große Akzeptanz bei der deutschen Bevölkerung - Tendenz steigend. Zu diesem Ergebnis kommt die jährliche, repräsentative Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der AEE. 93% der Befragten halten den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren für wichtig oder für sehr wichtig [+1% zum Vorjahr].
68% der Deutschen finden den Bau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen selbst in der eigenen Nachbarschaft eher gut bis sehr gut. Bei Erfahrung mit der Technologie steigt die Akzeptanz bei Solar von 77% auf 82% und bei Windenergie von 59 auf 72% an.

86% der Menschen in Deutschland wünschen sich einen beschleunigten [55%] oder zumindest konstanten Ausbau [31%] der Erneuerbaren Energien. 87% möchten gleichbleibende oder verbesserte Möglichkeiten, sich an der Energiewende zu beteiligen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen TNS-Emnid Umfrage im Auftrag von Greenpeace in diesem Jahr. Anhänger aller Parteien sprechen sich gleichermaßen für einen ungebremsten Zubau von Windkraft und Solarenergie aus. [55% wollen es schneller, 31% konstant]

Entwicklung der EEG-Umlage 2010 – 2016

EEG-Umlage für Haushaltskunden in Deutschland

Entwicklung der EEG-Umlage
2016, EEG Umlage, Entwicklung, Strompreise

Mit der EEG-Umlage wird die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gefördert. Die Betreiber von Ökostrom-Anlagen erhalten für jede eingespeiste Kilowattstunde einen gesetzlich festgelegten Betrag.

Die Höhe der EEG-Umlage errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Marktpreis an der Strombörse und dem Vergütungspreis für den Strom, den die Anlagenbetreiber erhalten.

Jedes Jahr zum Stichtag 15. Oktober wird die EEG-Umlage für das Folgejahr bekannt gegeben. 2016 wird die Umlage wieder ansteigen, nachdem sie 2015 erstmals seit ihrer Einführung leicht gesunken ist. Sie erhöht sich 2016 um 0,18 Cent und wird ab 1. Januar 6,35 Cent pro Kilowattstunde betragen [2015: 6,17 Cent]. Das ist ein Plus von 3% nach einer Reduktion von 1,13% im vergangenen Jahr.
Zum Zeitpunkt der Berechnung der EEG-Umlage für 2016 erreichte das EEG-Konto den Kontostand von 2,5 Milliarden Euro [Vorjahreswert 1,38 Mrd. Euro].

Als Gründe für den Anstieg der Umlage werden steigende Ausgaben angeführt. 2 Faktoren treiben die Kosten: Die 2015 neu ans Netz gegangenen Offshore-Windparks und die gefallenen Preise an der Strombörse.

Die EEG-Umlage wird im Jahr 2016 mit 6,35 Cent pro Kilowattstunde mehr als 33-mal so hoch sein wie zu ihrer Einführung im Jahr 2000 und dreimal so hoch wie im Jahr 2010.

 Pressemitteilung ansehen

Gründe für die Unterstützung der Energiewende

Hauptgründe deutscher Verbraucher für die Befürwortung der Energiewende

Unterstützung der Energiewende, erneuerbarer Energien und Ökostrom
Atomkraft, CO2, Energiewende, Erneuerbare Energien, Ökostrom

Laut Agentur für Erneuerbare Energien befürworten 92% der Deutschen die Energiewende, doch die Gründe sind vielfältig. Das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers wollte deshalb von 1.015 Bundesbürgern wissen, warum sie den Umstieg auf erneuerbare Energien unterstützen.

Der Wunsch nach Abschaffung der Atomenergie ist für 43% der Hauptgrund für die Zustimmung zum fundamentalen Umbau der deutschen Energieversorgung. Die Mehrheit der Deutschen sagt, das Risiko sei zu hoch und die Gefahren nicht beherrschbar, wie die Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima belegen. Selbst für den bereits angefallenen hochradioaktiven Abfall aus Kernkraftwerken wurde bisher kein Endlager gefunden.

27% der Befragten befürworten die Energiewende wegen der Ressourcen-Knappheit fossiler Energieträger, denn Kohle, Öl und Gas sind endlich. Und je knapper diese werden, umso teurer wird ein Energiesystem, das auf fossile Energieträger setzt. 

Inzwischen wird ein Großteil der fossilen Energieträger wie Öl und Gas importiert, wogegen die Erneuerbaren heimische Energien sind, die zur inländischen Wirtschaftsleistung beitragen und die Importabhängigkeit verringern.

Die Reduktion der CO2-Emissionen ist für 18% der Deutschen Anlass zur Unterstützung der Energiewende, denn bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas entstehen klimaschädliche Treibhausgasemissionen, die Hauptverursacher des Klimawandels. Laut Bundesumweltamt wurden 2014 in Deutschland 912 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre ausgestoßen. Das entspricht im Vergleich zu 1990 zwar einem Rückgang von 27%, doch die angestrebte Kohlendioxid-Reduktion von 40% bis 2020  ist ohne die konsequente Förderung der Erneuerbaren Energien nicht zu erreichen. Wind- und Wasserkraft, Solar- und Bioenergie haben 2014 nach Angaben der Agentur für Erneuerbare Energien 148 Millionen Tonnen CO2 vermieden.

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Erneuerbare Energien Factsheet Deutschland

Status des Ausbaus, Bundesländer-Ranking und Zustimmung in der Bevölkerung

Karte: installierte Leistung Erneuerbare Energien in Deustchland
Biomasse, Deutschland, Erneuerbare Energien, Ökostrom, Photovoltaik, Windenergie

2014 jährte sich der Tag der erneuerbaren Energien zum 20. Mal. Diesen Tag nehmen Energiewirtschaft und Technologie-Hersteller traditionell als Anlass, Möglichkeiten und Perspektiven der Energieversorgung auf der Basis regenerativer Ressourcen zu präsentieren.

Zur wichtigsten Energiequelle in nur 20 Jahren

Ein Wachstum von 6 auf 26% in 20 Jahren ist eine gute Bilanz für die erneuerbaren Energien. Damit wurden sie 2014 zur wichtigsten Energiequelle im deutschen Strommix. In 10 Jahren, so will es der Ausbauplan, sollen sie mindestens 40% unseres Strombedarfs decken.

Seit ’95 ist viel passiert: Die jungen Technologien haben sich erfolgreich bewährt. Windenergie, Biomasse und Photovoltaik haben stark an Bedeutung gewonnen. Zusammen mit der Wasserkraft produzierten Sie im vergangenen Jahr 160 Milliarden Kilowattstunden, was dem Stromverbrauch aller deutschen Privathaushalte entspricht.

Die Deutschen stehen hinter den Erneuerbaren

Die Agentur für Erneuerbare Energien hat im Oktober 2014 herausgefunden, dass 92% der Deutschen den verstärkten Ausbau und die Nutzung der alternativen Quellen für wichtig halten. Sie verbinden damit Klimaschutz und einen Beitrag zur Generationsgerechtigkeit. Laut einer repräsentativen Umfrage des Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers können sich 65% der Deutschen vorstellen, selbst Strom zu produzieren, 3% tun es bereits.

Im Ranking der Bundesländer mit dem höchsten Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch liegt Brandenburg mit 76% an der Spitze dicht gefolgt von Schleswig-Holstein (66%) und Mecklenburg-Vorpommern (62%). Dieses Ranking wird von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie auf Basis der Daten der Bundesnetzagentur ermittelt.

English Version: Renewable Energy in Germany

Stromverbrauch in Deutschland 2014

Energiebedarf nach Verbrauchergruppe und Anteil der Energiequellen am Strommix

Stromverbrauch in Deutschland und Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch
Energiewende, Erneuerbare Energien, Haushalte, Industrie, Ökostrom, Stromverbrauch

Das Jahr 2014 ist ein Meilenstein für die Energiewende. Die erneuerbaren Energien lagen erstmals auf Platz eins der deutschen Stromerzeugung und deckten 27,3 Prozent des inländischen Stromverbrauchs. Sie haben damit die Braunkohle vom ersten Platz im Strommix verdrängt. Seit Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000 hat sich der Ökostrom-Anteil am Stromverbrauch schon mehr als vervierfacht [6% - 27%] und soll bis zum Jahr 2025 auf mindestens 40% steigen.

Der Stromverbrauch in Deutschland betrug 2014 insgesamt 576 Milliarden Kilowattstunden [Mrd. kWh] und damit 23 Mrd. kWh weniger als 2013. Das ist ein Rückgang um 3,8 Prozent innerhalb eines Jahres und wird in Zeiten mit solidem Wirtschaftswachstum als gutes Signal gewertet.

Mit einem Viertel des Stromverbrauchs [25%], also rund 144 Mrd. kWh, sind die privaten Haushalte die zweitgrößte Verbrauchsgruppe in Deutschland nach der Industrie [47%]. Die privaten Stromkunden konnten ihren Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr [157 Mrd. kWh in 2013] um 8% reduzieren.

Die erneuerbaren Energien produzierten 2014 mehr Strom als von deutschen Privathaushalten verbraucht wurde.

Ein Rekordtag für die erneuerbaren Energien war der 11. Mai 2014, an dem zeitweise 80% des gesamten inländischen Stromverbrauchs mit Ökostrom gedeckt werden konnte.

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EEG-Umlage 2014 – Wer bezahlt wie viel?

Verteilung der EEG-Kosten nach Verbrauchergruppen

Statistik EEG-Umlage 2014
EEG Umlage, Statistik, Strompreise

Seit dem Jahr 2000 zahlen private und gewerbliche Verbraucher mit der Stromrechnung die mit dem Erneuerbare Energien Gesetz beschlossene EEG-Umlage. 2014 flossen pro Kilowattstunde 6,24 Cent auf das Umlagekonto. Aber nicht jeder Verbraucher zahlt den gleichen Anteil.

Es gibt privilegierte Verbraucher, die ganz oder teilweise von der Umlage befreit sind. Das sind Unternehmen in sogenannten energieintensiven Industrien. 2014 profitierten 2.098 Unternehmen von dieser Sonderregelung, 22% mehr als im Vorjahr (1.716). Um den dadurch entstehenden Fehlbetrag auf dem Umlagekonto auszugleichen, steigt die EEG-Umlage für die verbleibenden, nicht privilegierten Letztverbraucher, was einer Umverteilung der Förderkosten zulasten kleiner und mittlerer Unternehmen sowie der Privathaushalte bedeutet.

Dieses durch die Umverteilung entstandene Defizit stieg innerhalb eines Jahres [2013 auf 2014] um 1,1 Milliarden und betrug zum Zeitpunkt der Veröffentlichung 5,1 Milliarden Euro. [Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, BAFA]

Das BAFA veröffentlicht die Liste der von der EEG-Umlage befreiten Unternehmen. Eine Übersicht der monatlichen Einnahmen und Ausgaben auf dem EEG-Konto wird auf der Informationsplattform der deutschen Übertragungsnetzbetreiber veröffentlicht.

Das EEG-Konto ist erstmals mit mehr als 5 Milliarden Euro im Plus.
Kontostrand vom 12.05.2015: 5.061.976.089 Euro

Laut IWR kommt Stromverbrauchern dieses immense Guthaben vorerst nicht zugute, denn der EEG-Umlagesatz wird jährlich festgelegt und für 2016 erst Mitte Oktober 2015 bekanntgegeben.

Arbeitsplätze in der Erneuerbare-Energien-Branche

Beschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland 2008 - 2013

Infografik Jobs durch erneuerbare Energien in Deutschland
Arbeitsplätze, Biomasse, Erneuerbare Energien, Jobs, Photovoltaik, Windenergie

Der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland geht voran und erreicht mittlerweile einen Anteil von 26,2 % an der Gesamt-Stromerzeugung. Bis 2012 war die deutsche Energiewende auch ein Wachstumsmotor für den Arbeitsmarkt, denn die Beschäftigungszahlen stiegen innerhalb von acht Jahren um 150 %. Waren im Jahr 2004 nur etwa 160.000 Menschen in der Erneuerbaren-Branche beschäftigt, stieg die Zahl der Arbeitsplätze bis 2012 auf fast 400.000 an.

2013 ist die Beschäftigtenzahl dann mit rund 371.400 Stellen erstmals deutlich geschrumpft. In der Photovoltaik-Branche war der Rückgang am stärksten und wird auf den Nachfrage-Einbruch und den darauf folgenden Konsolidierungsprozess zurückgeführt. Die Zahl der Photovoltaik-Jobs ging von knapp 100.000 in 2012 auf etwa 56.000 im Jahr 2013 zurück. Erste Schätzungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft gehen von einem Verlust von weiteren 18.000 Arbeitsplätzen in 2014 aus.

In der Windbranche konnte im Jahr 2013 dagegen ein Zuwachs der Beschäftigung von knapp 17 % verzeichnet werden. In Deutschland waren 137.800 Menschen im Windsektor beschäftigt - 119.000 davon arbeiteten für die Windenergie an Land und 18.800 wurden Offshore eingesetzt.

Im Biomasse-Sektor lag die Beschäftigung mit rund 126.400 Personen fast auf Vorjahrsniveau (127.500).

Bei der Ermittlung der Beschäftigung wurden die direkten Arbeitsplätze berechnet, die mit der Herstellung und dem Betrieb der Anlagen zusammenhängen, aber auch die indirekte Beschäftigung bei Zulieferern und durch die öffentliche Hand. Insgesamt können laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie etwa 65 % der für 2013 ermittelten 371.400 Arbeitsplätze auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz zurückgeführt werden. Das sind genau 241.410.

Den Kohlebergbau-Sektor, der zu Beginn des Jahres 2015 nur noch  33.500 Menschen beschäftigte, stellen die erneuerbaren Energien schon lange in den Schatten. [Gesamtbelegschaft Steinkohle: 12.104 Stand Januar 2015, Beschäftigte im Braunkohlebergbau inkl. Braunkohlenkraftwerken: 21.406, Stand März 2015]

Quellen:
BMWi, Beschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland (2008 - 2014)
Bundesverbande Solarwirtschaft e.V., Statistikpapier "Photovoltaik"(aktualisierte Fassung 03/2015)

Akzeptanz von Kraftwerken in der Nachbarschaft

Umfrage im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien

Statistik Zustimmung erneuerbare Energien in Deutschland - Ökostrom
Deutschland, Energiewende, Erneuerbare Energien, Ökostrom, Stromerzeugung 2014

Laut einer TNS Emnid-Umfrage im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) steht die Mehrheit der Deutschen regenerativen Erzeugungsanlagen auch im eigenen Wohnumfeld positiv gegenüber. Mehr als zwei Drittel der Befragten finden Solar- und Windkraftanlagen in ihrer Nachbarschaft gut oder sehr gut. Haben die Befragten bereits Vorerfahrungen mit entsprechenden Anlagen in ihrer Nachbarschaft gemacht, steigt die Akzeptanz laut AEE. Bei den Solarparks erhöht sich die Zustimmung von 72 auf 83%, bei Windkraft von 61 auf 74% und bei Biogas von 39 auf 49%.

Im Gegensatz dazu ist die Akzeptanz gegenüber fossilen und atomaren Kraftwerken deutlich geringer. Aber auch hier steigt die Zahl der Befürworter mit dem Erfahrungswert. Bei Gaskraftwerken erhöht sich die Akzeptanz von 27 auf 35%, bei Kernkraft von 5 auf 9%. Haben die Befragten bereits Vorerfahrungen mit Kohlekraft steigt die Zustimmung sogar von 11 auf 38%.

Im Jahr 2012 befürworteten laut TNS Emnid noch 77% der Befragten (ohne Vorerfahrung) den Bau eines Solarparks im direkten Umfeld. Die Umfragewerte für Windkraftanlagen zeigen keine Veränderung, Biogas steigt um 3%. Kohlekraft hat im Vergleich zu 2012 seine gesellschaftliche Zustimmung um 3% erhöht. Atomkraft legt 2%punkte zu und erreicht so den Akzeptanzwert von 2010 - dem Jahr vor der Nuklearkatastrophe von Fukushima.

English version: A power plant in your neighborhood?

Stromerzeugung erneuerbare Energien 2010-2014

Bruttostromerzeugung in Deutschland nach Energieträgern

Statistik Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien
Energiewende, Erneuerbare Energien, Stromerzeugung

Ein Ziel der Energiewende ist es, die Stromversorgung nach und nach auf erneuerbare Energien umzustellen. Laut Aussage des Bundesministeriums für Wirtschaft (BMWi) soll der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2025 auf 40 bis 45% steigen.

Die Stromerzeugung aus Windenergie hat mit über 56 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) den größten Beitrag geleistet, legte aber trotz guter Ausbauzahlen nur geringfügig zu. Biomasse wuchs um 5% und war 2014 mit 43,0 Mrd. kWh zweitgrößter Produzent unter den Erneuerbaren.
Die Photovoltaik setzt ihren Wachstumstrend fort, obwohl nur wenig neue Anlagen installiert wurden und produzierte mit 34,9 Mrd. kWh fast 13% mehr Strom als 2013. Leicht verringert hat sich nur der Anteil des Stroms aus Wasserkraft. Er belief sich 2014 auf 20,5 Mrd. kWh. Insgesamt konnten die Erneuerbaren Energien gegenüber 2013 knapp zwei Prozentpunkte zulegen.