2016-06-01
Ökostrom

Haushalte in Deutschland mit Ökostrom, Ökostromtarif Anteil pro Bundesland in Prozent

Karte: installierte Leistung Erneuerbare Energien in Deustchland

Stromverbrauch in Deutschland und Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch

Vergleich der Ökostrom-Preise in Deutschland

Strommix, Stromerzeugung Deutschland

Erneuerbare Energien in Zahlen: Windenergie in Deutschland (Infografik)

Photovoltaik Ausbau, installierte Leistung in Deutschland

Statistik Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Entwicklung der EEG-Umlage

Statistik EEG-Umlage 2014

Infografik Jobs durch erneuerbare Energien in Deutschland

Statistik Zustimmung erneuerbare Energien in Deutschland - Ökostrom

Ökostrom in Deutschland

Ökostrom ist umweltfreundlicher Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind– und Solarenergie, Wasserkraft oder Biogas.

Deutschland will bis 2025 einen Ökostrom-Anteil an der Stromerzeugung von mindestens 40% erreichen und diesen Anteil bis 2035 auf 60% erhöhen. Das 40%-Ziel rückt in greifbare Nähe, denn 2014 hatten die erneuerbarer Energien mit 26% den größten Anteil am deutschen Strommix mit einer Steigerung von 53% seit 2010.

26% Ökostrom-Anteil entsprachen 2014 einer Menge von 160 Milliarden Kilowattstunden, die von fast 2 Millionen Erneuerbare-Energien-Anlagen produziert wurden. Mit den dort entstandenen 371.000 Arbeitsplätzen sind die Ökostrom-Produzenten auch ein bedeutender Arbeitgeber in Deutschland und haben den Braunkohle/Steinkohle-Sektor mit nur noch 33.500 Beschäftigen längst überholt.

Die Erneuerbaren erzeugten 2014 bereits mehr Strom als von deutschen Privathaushalten verbraucht wurde. Der landesweite Anteil von 22% Privatkunden mit Ökostrom-Tarif kann also noch gesteigert werden.

Ökostrom-Anbieter bieten sauberen Strom an, der aus 100% erneuerbaren Energien stammt. Zu den größten Ökostrom-Anbietern in Deutschland gehören Lichtblick, die Elektrizitätswerke Schönau [EWS], Polarstern Energie, Greenpeace Energy, Bürgerwerke eG, Naturwatt, die Strommixer, ENTEGA und die Naturstrom AG.

„Ökostrom“ ist kein geschützter Begriff und dennoch gibt es Gütesiegel, die den Qualitätsbegriff für den Stromkunden eingrenzen. Diese Zertifikate sollen die ökologische Produktion eines Stromangebotes bestätigen. Die wichtigsten Ökolabel in Deutschland sind das Grüner Strom-Label, Ok-power und die TÜV Nord- / SÜD-Zertifizierung.

Haushalte in Deutschland mit Ökostrom

Anteil privater Haushalte mit Ökostrom-Tarif [pro Bundesland in %]

Haushalte in Deutschland mit Ökostrom, Ökostromtarif Anteil pro Bundesland in Prozent
Deutschland, Erneuerbare Energien, Haushalte, Infografik, Ökostrom, Ökostromtarif

Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte und auch immer mehr Verbrauchern wird wichtig, dass Ökostrom aus der eigenen Steckdose fließt.

Zur Anzahl der deutschen Haushalte mit Ökostrom-Bezug gibt es verschiedene Erhebungen, die alle in dieselbe Richtung zeigen: Tendenz steigend.

Die Bundesnetzagentur [BnetzA, Monitoringbericht 2014] zählte für das Jahr 2013 im Rahmen einer Stromlieferanten-Befragung knapp 7,5 Millionen private Anschlüsse mit Ökostrom-Versorgung. Das sind 17% der fast 44 Millionen Haushaltskunden und ein Anstieg um 2% im Vergleich zum Vorjahr.

Die Agentur für erneuerbare Energien veröffentlicht Daten auf Bundesland-Ebene und meldet, dass zwischen 16 und 28% der Privathaushalte mit Ökostrom beliefert werden. Spitzenreiter beim Ökostrom-Bezug sind Berlin [28%], das Saarland [28%] und Mecklenburg-Vorpommern [27%], Schlusslichter bilden die Bundesländer Thüringen und Sachsen mit nur 16%.

Laut Umfrage des Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers ist für 17% der Stromkunden die Wahl eines Ökostrom-Produktes beim Anbieterwechsel wichtig.

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Stromverbrauch in Deutschland 2014

Energiebedarf nach Verbrauchergruppe und Anteil der Energiequellen am Strommix

Stromverbrauch in Deutschland und Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch
Energiewende, Erneuerbare Energien, Haushalte, Industrie, Ökostrom, Stromverbrauch

Das Jahr 2014 ist ein Meilenstein für die Energiewende. Die erneuerbaren Energien lagen erstmals auf Platz eins der deutschen Stromerzeugung und deckten 27,3 Prozent des inländischen Stromverbrauchs. Sie haben damit die Braunkohle vom ersten Platz im Strommix verdrängt. Seit Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000 hat sich der Ökostrom-Anteil am Stromverbrauch schon mehr als vervierfacht [6% - 27%] und soll bis zum Jahr 2025 auf mindestens 40% steigen.

Der Stromverbrauch in Deutschland betrug 2014 insgesamt 576 Milliarden Kilowattstunden [Mrd. kWh] und damit 23 Mrd. kWh weniger als 2013. Das ist ein Rückgang um 3,8 Prozent innerhalb eines Jahres und wird in Zeiten mit solidem Wirtschaftswachstum als gutes Signal gewertet.

Mit einem Viertel des Stromverbrauchs [25%], also rund 144 Mrd. kWh, sind die privaten Haushalte die zweitgrößte Verbrauchsgruppe in Deutschland nach der Industrie [47%]. Die privaten Stromkunden konnten ihren Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr [157 Mrd. kWh in 2013] um 8% reduzieren.

Die erneuerbaren Energien produzierten 2014 mehr Strom als von deutschen Privathaushalten verbraucht wurde.

Ein Rekordtag für die erneuerbaren Energien war der 11. Mai 2014, an dem zeitweise 80% des gesamten inländischen Stromverbrauchs mit Ökostrom gedeckt werden konnte.

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Wo ist Ökostrom am günstigsten?

Preise für Ökostrom im landesweiten Vergleich 2015

Vergleich der Ökostrom-Preise in Deutschland
Deutschland, Ökostrom, Preise, Vergleich

Preise für Ökostrom-Produkte unterscheiden sich in Deutschland nur noch geringfügig von denen anderer Tarife. Oft sind die sogenannten Graustrom-Angebote sogar teurer als die grüne Energie.
Doch auch bei den Ökostrompreisen gibt es ein hohes Preisgefälle innerhalb des Bundesgebietes. Zahlt eine Familie in Sassnitz auf der Insel Rügen für 5.000 Kilowattstunden 1.150 Euro im Jahr, gibt es die gleiche Menge Strom in Passau schon für 1.000 Euro.

Hauptgrund für die enormen Unterschiede sind die Netzentgelte, die für die Bereitstellung des Stromnetzes und den Transport des Stroms berechnet werden. Da Ökostrom-Anlagen vor allem auf dem Land gebaut werden, muss hier auch das Verteilernetz am stärksten ausgebaut werden, das den Strom aufnehmen und transportieren soll.

Das führt zu höheren Netzausbau-Kosten in den ländlichen Regionen, in denen die Bevölkerungsdichte viel geringer ist. Weil die Netzbetreiber die Kosten aber regional an die Kunden weitergeben, verteilen sich immer höhere Kosten auf immer weniger Kunden. Am stärksten betroffen von dieser Umlage-Praxis sind Menschen in den ländlichen Regionen Ostdeutschlands.

Zur Klassifizierung der Ökostrom-Label/Zertifikate und der Ökostromanbieter ist eine Infografik in Produktion. Wenn Sie diese bei Erscheinen erhalten möchten, tragen Sie sich für das Presse-Abo ein oder schicken Sie uns eine Nachricht.

Stromerzeugung – der deutsche Strommix 2014

Anteil der Erneuerbaren am Strommix steigt auf 26,2 Prozent

Strommix, Stromerzeugung Deutschland
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Aktuell wird der deutsche Strombedarf durch einen Mix aus Kohle, Öl, Gas, Kernenergie und erneuerbaren Energien gedeckt. 2014 waren die erneuerbaren Energien zum ersten Mal wichtigste Quelle der Stromerzeugung und liegen mit einem Anteil von 26,2% vor der Braunkohle.

Der Ökostrom-Anteil wächst seit Jahren kontinuierlich. Bis 2035 sollen die Regenerativen die Hauptsäule der Energieversorgung sein und 60% des Strombedarfs decken.

2014 erzeugten die regenerativen Energien 160,6 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh). Braunkohlekraftwerke produzierten zwar weiterhin auf hohem Niveau, kamen aber nur noch auf rund 155,8 Mrd. kWh und stellten damit wie im Vorjahr 25,4% der Bruttostromerzeugung.

Windenergie erreichte einen Anteil an der Stromerzeugung von 9,1% und legte damit leicht zu, Photovoltaik stieg auf anteilig 5,7%, Biomasse konnte eine Steigerung auf 8% erreichen, Wasser ging leicht zurück und hatte 2014 einen Anteil von 3,3% an der Bruttostromerzeugung.

Die Reduktionsquote der Steinkohlekraftwerke lag 2014 bei 1,4%, womit sie nur noch mit 17,8% zum Energiemix beitrugen. Der Anteil der Kernkraft stieg im selben Zeitraum dagegen von 15,4% auf 15,8%, obwohl die absolute Produktionsmenge leicht sank. Der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung ist von 10,7% in 2013 auf 9,5% in 2014 erneut gesunken.

Gründe für die Unterstützung der Energiewende

Hauptgründe deutscher Verbraucher für die Befürwortung der Energiewende

Unterstützung der Energiewende, erneuerbarer Energien und Ökostrom
Atomkraft, CO2, Energiewende, Erneuerbare Energien, Ökostrom

Laut Agentur für Erneuerbare Energien befürworten 92% der Deutschen die Energiewende, doch die Gründe sind vielfältig. Das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers wollte deshalb von 1.015 Bundesbürgern wissen, warum sie den Umstieg auf erneuerbare Energien unterstützen.

Der Wunsch nach Abschaffung der Atomenergie ist für 43% der Hauptgrund für die Zustimmung zum fundamentalen Umbau der deutschen Energieversorgung. Die Mehrheit der Deutschen sagt, das Risiko sei zu hoch und die Gefahren nicht beherrschbar, wie die Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima belegen. Selbst für den bereits angefallenen hochradioaktiven Abfall aus Kernkraftwerken wurde bisher kein Endlager gefunden.

27% der Befragten befürworten die Energiewende wegen der Ressourcen-Knappheit fossiler Energieträger, denn Kohle, Öl und Gas sind endlich. Und je knapper diese werden, umso teurer wird ein Energiesystem, das auf fossile Energieträger setzt. 

Inzwischen wird ein Großteil der fossilen Energieträger wie Öl und Gas importiert, wogegen die Erneuerbaren heimische Energien sind, die zur inländischen Wirtschaftsleistung beitragen und die Importabhängigkeit verringern.

Die Reduktion der CO2-Emissionen ist für 18% der Deutschen Anlass zur Unterstützung der Energiewende, denn bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas entstehen klimaschädliche Treibhausgasemissionen, die Hauptverursacher des Klimawandels. Laut Bundesumweltamt wurden 2014 in Deutschland 912 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre ausgestoßen. Das entspricht im Vergleich zu 1990 zwar einem Rückgang von 27%, doch die angestrebte Kohlendioxid-Reduktion von 40% bis 2020  ist ohne die konsequente Förderung der Erneuerbaren Energien nicht zu erreichen. Wind- und Wasserkraft, Solar- und Bioenergie haben 2014 nach Angaben der Agentur für Erneuerbare Energien 148 Millionen Tonnen CO2 vermieden.

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Erneuerbare Energien Factsheet Deutschland

Status des Ausbaus, Bundesländer-Ranking und Zustimmung in der Bevölkerung

Karte: installierte Leistung Erneuerbare Energien in Deustchland
Biomasse, Deutschland, Erneuerbare Energien, Ökostrom, Photovoltaik, Windenergie

2014 jährte sich der Tag der erneuerbaren Energien zum 20. Mal. Diesen Tag nehmen Energiewirtschaft und Technologie-Hersteller traditionell als Anlass, Möglichkeiten und Perspektiven der Energieversorgung auf der Basis regenerativer Ressourcen zu präsentieren.

Zur wichtigsten Energiequelle in nur 20 Jahren

Ein Wachstum von 6 auf 26% in 20 Jahren ist eine gute Bilanz für die erneuerbaren Energien. Damit wurden sie 2014 zur wichtigsten Energiequelle im deutschen Strommix. In 10 Jahren, so will es der Ausbauplan, sollen sie mindestens 40% unseres Strombedarfs decken.

Seit ’95 ist viel passiert: Die jungen Technologien haben sich erfolgreich bewährt. Windenergie, Biomasse und Photovoltaik haben stark an Bedeutung gewonnen. Zusammen mit der Wasserkraft produzierten Sie im vergangenen Jahr 160 Milliarden Kilowattstunden, was dem Stromverbrauch aller deutschen Privathaushalte entspricht.

Die Deutschen stehen hinter den Erneuerbaren

Die Agentur für Erneuerbare Energien hat im Oktober 2014 herausgefunden, dass 92% der Deutschen den verstärkten Ausbau und die Nutzung der alternativen Quellen für wichtig halten. Sie verbinden damit Klimaschutz und einen Beitrag zur Generationsgerechtigkeit. Laut einer repräsentativen Umfrage des Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers können sich 65% der Deutschen vorstellen, selbst Strom zu produzieren, 3% tun es bereits.

Im Ranking der Bundesländer mit dem höchsten Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch liegt Brandenburg mit 76% an der Spitze dicht gefolgt von Schleswig-Holstein (66%) und Mecklenburg-Vorpommern (62%). Dieses Ranking wird von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie auf Basis der Daten der Bundesnetzagentur ermittelt.

English Version: Renewable Energy in Germany

Stromerzeugung erneuerbare Energien 2010-2014

Bruttostromerzeugung in Deutschland nach Energieträgern

Statistik Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien
Energiewende, Erneuerbare Energien, Stromerzeugung

Ein Ziel der Energiewende ist es, die Stromversorgung nach und nach auf erneuerbare Energien umzustellen. Laut Aussage des Bundesministeriums für Wirtschaft (BMWi) soll der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2025 auf 40 bis 45% steigen.

Die Stromerzeugung aus Windenergie hat mit über 56 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) den größten Beitrag geleistet, legte aber trotz guter Ausbauzahlen nur geringfügig zu. Biomasse wuchs um 5% und war 2014 mit 43,0 Mrd. kWh zweitgrößter Produzent unter den Erneuerbaren.
Die Photovoltaik setzt ihren Wachstumstrend fort, obwohl nur wenig neue Anlagen installiert wurden und produzierte mit 34,9 Mrd. kWh fast 13% mehr Strom als 2013. Leicht verringert hat sich nur der Anteil des Stroms aus Wasserkraft. Er belief sich 2014 auf 20,5 Mrd. kWh. Insgesamt konnten die Erneuerbaren Energien gegenüber 2013 knapp zwei Prozentpunkte zulegen.

Windenergie Factsheet Deutschland

Zahlen, Fakten, Meinungen zur Windenergie in Deutschland [Stand 2014]

Erneuerbare Energien in Zahlen: Windenergie in Deutschland (Infografik)
Deutschland, Windenergie, Windkraft 2014

Deutschland hat in Europa die meiste Windleistung installiert und war auch 2014 Spitzenreiter bei den Neuinstallationen [44%]. Ende 2014 lieferten fast 25.000 Windkraftanlagen etwa 9% des hierzulande erzeugten Stroms. Der Wind leistete mit über 50 Terawattstunden insgesamt den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und ist mit 137.800 auch der größte Arbeitgeber unter den Erneuerbaren.

Investitionen in Windkraftanlagen

Die Windenergie war 2014 auch die investitionsstärkste Sparte, die mit Zuwächsen im Offshore- und Onshore-Bereich einen Anteil von 65% am gesamten Erneuerbare-Investitionsvolumen von 18,8 Mrd. Euro erreichte. Im Vergleich zum bereits sehr starken Vorjahr [44% Anteil in 2013] legten die Windkraft-Investitionen 73% zu und kletterten von 7,1 auf 12,3 Mrd. Euro.

Ausbau der Windenergie

Die Neuinstallation von Windrädern verzeichnete einen Zuwachs von 59% im Vergleich zum Vorjahr. 2014 wurden auf dem Festland 1.766 Windenergieanlagen mit einer maximalen Gesamtleistung von 4.750 MW errichtet [inklusive Repowering]. Offshore gingen 142 Anlagen mit einer Spitzenleistung von 529 MW erstmals ans Netz.

43% aller in Deutschland onshore installierten Windkraftanlagen stehen in Windparks in den beiden entwicklungsstärksten Ländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Gemessen an der Fläche eines Bundeslandes stehen in Schleswig-Holstein mit umgerechnet 322 Kilowatt [kW] die meisten Windräder pro Quadratkilometer [km²].

Entwicklung der Windräder

Die Windtechnologie hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Der Trend zu größeren und leistungsstärkeren Windrädern setzt sich ungebrochen fort. Seit der Jahrtausendwende dominiert die 2-bis-3-Megawatt-Klasse den Markt, doch die Bedeutung der 3-bis-5-Megawatt-Klasse nimmt deutlich zu.

Im Jahr 2014 betrug die Leistung einer an Land neu installierten Windenergieanlage im Durchschnitt 2.690 kW. Das sind 141% mehr als noch im Jahr 2000 [1.115 kW]. Der durchschnittliche Rotordurchmesser eines Windrades liegt heute mit 99 Metern 70% über dem Wert von 2000 (58 m) und auch die Nabenhöhe ist auf 116 Meter um gut 63% [71 m] gewachsen.

Arbeitsplätze in der Windenergie

Die deutsche Windenergie-Branche hat kräftigen Aufwind und schafft tausende von Arbeitsplätzen. Im Jahr 2013 waren in Deutschland 137.800 Menschen in der Wind-Branche beschäftigt - 119.000 davon arbeiteten für die Windkraft an Land und 18.800 waren in der Offshore-Entwicklung tätig.

Quellen: BMWi, Fraunhofer IWES, Bundesverband WindEnergie e.V., Dt.WindGuard, ZSW, TNS Emnid, EWEA

English version: Wind Power in Germany Facts

Photovoltaik Factsheet Deutschland

Zahlen, Fakten und Meinungen zum deutschen Solarstrom

Photovoltaik Ausbau, installierte Leistung in Deutschland
Deutschland, Fakten, Photovoltaik, Solar

Die Photovoltaik hat in Deutschland in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt. Heute liefern mehr als 1,5 Millionen Solaranlagen etwa 6,9 Prozent des hierzulande benötigten Stroms und der Anteil der Photovoltaik an der Energieerzeugung steigt kontinuierlich weiter. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat viel zum rasanten Wachstum beigetragen, ist aber auch für die inzwischen rückläufige Entwicklung mitverantwortlich.

Zwar war die Stromproduktion mit Solaranlagen in Deutschland noch nie so ertragreich wie 2014. In mehreren Monaten wurden Spitzenwerte erzielt. Der Juni 2014 war mit 4,8 Terawattstunden der zweitertragreichste Solarstrommonat seit der Rekordaufstellung im Juni 2013 (5,1 TWh). Insgesamt wurden 32,6 Terawattstunden (Mrd. kWh) Solarstrom erzeugt, was ein Anstieg von mehr als 5 Prozent gegenüber 2013 ist.

Doch die schrittweise Senkung der Einspeisevergütung für Solarstrom hat den Boom vorerst gestoppt. Im Jahr 2014 wurden nur 2,3 Milliarden Euro in den Bau neuer Photovoltaik-Anlagen investiert. Nachdem im Jahr 2010 der Investitions-Höchstwert von 18,4 Milliarden erreicht wurde, gingen die Investitionen jedes Jahr deutlich zurück und liegen nun wieder unter dem Niveau von 2004. Im Jahr 2014 wurden Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1,9 GW neu installiert.

Hohe Subventions-Einschnitte, Preisverfall und Wettbewerbsdruck haben in den letzten 3 Jahren zu zahlreichen Geschäftsniederlegungen geführt. Infolge des Förderrückgangs von über 50 Prozent brach auch die Nachfrage nach Solaranlagen um etwa die Hälfte ein. Das kostete viele Jobs in Industrie und Handwerk. Bis Ende 2013 wurden so die Arbeitsplätze in der Photovoltaik-Branche ebenfalls halbiert.

Das Leipziger Institut für Energie erwartet für 2015 einen neuen Tiefpunkt für den deutschen Solarmarkt mit Neuinstallationen von nur 1,3 bis 2,2 Gigawatt, was weit hinter der Planung der Bundesregierung zurückbleibt (2,4 – 2,6 GW).

Einspeisevergütung: Betreiber von Solaranlagen bekommen eine konstante Einspeisevergütung für die Dauer von 20 Jahren. Die lag 2004 noch bei etwa 57,4 Cent pro Kilowattstunde für eine Dachanlage mit einer Leistung bis 30 Kilowatt. Diese Vergütung wird monatlich gesenkt und betrug im Dezember 2014 nur noch etwa 12 Cent pro Kilowattstunde für eine neu installierte Anlage.

English version: Solar Power in Germany

Entwicklung der EEG-Umlage 2010 – 2016

EEG-Umlage für Haushaltskunden in Deutschland

Entwicklung der EEG-Umlage
2016, EEG Umlage, Entwicklung, Strompreise

Mit der EEG-Umlage wird die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gefördert. Die Betreiber von Ökostrom-Anlagen erhalten für jede eingespeiste Kilowattstunde einen gesetzlich festgelegten Betrag.

Die Höhe der EEG-Umlage errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Marktpreis an der Strombörse und dem Vergütungspreis für den Strom, den die Anlagenbetreiber erhalten.

Jedes Jahr zum Stichtag 15. Oktober wird die EEG-Umlage für das Folgejahr bekannt gegeben. 2016 wird die Umlage wieder ansteigen, nachdem sie 2015 erstmals seit ihrer Einführung leicht gesunken ist. Sie erhöht sich 2016 um 0,18 Cent und wird ab 1. Januar 6,35 Cent pro Kilowattstunde betragen [2015: 6,17 Cent]. Das ist ein Plus von 3% nach einer Reduktion von 1,13% im vergangenen Jahr.
Zum Zeitpunkt der Berechnung der EEG-Umlage für 2016 erreichte das EEG-Konto den Kontostand von 2,5 Milliarden Euro [Vorjahreswert 1,38 Mrd. Euro].

Als Gründe für den Anstieg der Umlage werden steigende Ausgaben angeführt. 2 Faktoren treiben die Kosten: Die 2015 neu ans Netz gegangenen Offshore-Windparks und die gefallenen Preise an der Strombörse.

Die EEG-Umlage wird im Jahr 2016 mit 6,35 Cent pro Kilowattstunde mehr als 33-mal so hoch sein wie zu ihrer Einführung im Jahr 2000 und dreimal so hoch wie im Jahr 2010.

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EEG-Umlage 2014 – Wer bezahlt wie viel?

Verteilung der EEG-Kosten nach Verbrauchergruppen

Statistik EEG-Umlage 2014
EEG Umlage, Statistik, Strompreise

Seit dem Jahr 2000 zahlen private und gewerbliche Verbraucher mit der Stromrechnung die mit dem Erneuerbare Energien Gesetz beschlossene EEG-Umlage. 2014 flossen pro Kilowattstunde 6,24 Cent auf das Umlagekonto. Aber nicht jeder Verbraucher zahlt den gleichen Anteil.

Es gibt privilegierte Verbraucher, die ganz oder teilweise von der Umlage befreit sind. Das sind Unternehmen in sogenannten energieintensiven Industrien. 2014 profitierten 2.098 Unternehmen von dieser Sonderregelung, 22% mehr als im Vorjahr (1.716). Um den dadurch entstehenden Fehlbetrag auf dem Umlagekonto auszugleichen, steigt die EEG-Umlage für die verbleibenden, nicht privilegierten Letztverbraucher, was einer Umverteilung der Förderkosten zulasten kleiner und mittlerer Unternehmen sowie der Privathaushalte bedeutet.

Dieses durch die Umverteilung entstandene Defizit stieg innerhalb eines Jahres [2013 auf 2014] um 1,1 Milliarden und betrug zum Zeitpunkt der Veröffentlichung 5,1 Milliarden Euro. [Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, BAFA]

Das BAFA veröffentlicht die Liste der von der EEG-Umlage befreiten Unternehmen. Eine Übersicht der monatlichen Einnahmen und Ausgaben auf dem EEG-Konto wird auf der Informationsplattform der deutschen Übertragungsnetzbetreiber veröffentlicht.

Das EEG-Konto ist erstmals mit mehr als 5 Milliarden Euro im Plus.
Kontostrand vom 12.05.2015: 5.061.976.089 Euro

Laut IWR kommt Stromverbrauchern dieses immense Guthaben vorerst nicht zugute, denn der EEG-Umlagesatz wird jährlich festgelegt und für 2016 erst Mitte Oktober 2015 bekanntgegeben.

Arbeitsplätze in der Erneuerbare-Energien-Branche

Beschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland 2008 - 2013

Infografik Jobs durch erneuerbare Energien in Deutschland
Arbeitsplätze, Biomasse, Erneuerbare Energien, Jobs, Photovoltaik, Windenergie

Der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland geht voran und erreicht mittlerweile einen Anteil von 26,2 % an der Gesamt-Stromerzeugung. Bis 2012 war die deutsche Energiewende auch ein Wachstumsmotor für den Arbeitsmarkt, denn die Beschäftigungszahlen stiegen innerhalb von acht Jahren um 150 %. Waren im Jahr 2004 nur etwa 160.000 Menschen in der Erneuerbaren-Branche beschäftigt, stieg die Zahl der Arbeitsplätze bis 2012 auf fast 400.000 an.

2013 ist die Beschäftigtenzahl dann mit rund 371.400 Stellen erstmals deutlich geschrumpft. In der Photovoltaik-Branche war der Rückgang am stärksten und wird auf den Nachfrage-Einbruch und den darauf folgenden Konsolidierungsprozess zurückgeführt. Die Zahl der Photovoltaik-Jobs ging von knapp 100.000 in 2012 auf etwa 56.000 im Jahr 2013 zurück. Erste Schätzungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft gehen von einem Verlust von weiteren 18.000 Arbeitsplätzen in 2014 aus.

In der Windbranche konnte im Jahr 2013 dagegen ein Zuwachs der Beschäftigung von knapp 17 % verzeichnet werden. In Deutschland waren 137.800 Menschen im Windsektor beschäftigt - 119.000 davon arbeiteten für die Windenergie an Land und 18.800 wurden Offshore eingesetzt.

Im Biomasse-Sektor lag die Beschäftigung mit rund 126.400 Personen fast auf Vorjahrsniveau (127.500).

Bei der Ermittlung der Beschäftigung wurden die direkten Arbeitsplätze berechnet, die mit der Herstellung und dem Betrieb der Anlagen zusammenhängen, aber auch die indirekte Beschäftigung bei Zulieferern und durch die öffentliche Hand. Insgesamt können laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie etwa 65 % der für 2013 ermittelten 371.400 Arbeitsplätze auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz zurückgeführt werden. Das sind genau 241.410.

Den Kohlebergbau-Sektor, der zu Beginn des Jahres 2015 nur noch  33.500 Menschen beschäftigte, stellen die erneuerbaren Energien schon lange in den Schatten. [Gesamtbelegschaft Steinkohle: 12.104 Stand Januar 2015, Beschäftigte im Braunkohlebergbau inkl. Braunkohlenkraftwerken: 21.406, Stand März 2015]

Quellen:
BMWi, Beschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland (2008 - 2014)
Bundesverbande Solarwirtschaft e.V., Statistikpapier "Photovoltaik"(aktualisierte Fassung 03/2015)

Akzeptanz von Kraftwerken in der Nachbarschaft

Umfrage im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien

Statistik Zustimmung erneuerbare Energien in Deutschland - Ökostrom
Deutschland, Energiewende, Erneuerbare Energien, Ökostrom, Stromerzeugung 2014

Laut einer TNS Emnid-Umfrage im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) steht die Mehrheit der Deutschen regenerativen Erzeugungsanlagen auch im eigenen Wohnumfeld positiv gegenüber. Mehr als zwei Drittel der Befragten finden Solar- und Windkraftanlagen in ihrer Nachbarschaft gut oder sehr gut. Haben die Befragten bereits Vorerfahrungen mit entsprechenden Anlagen in ihrer Nachbarschaft gemacht, steigt die Akzeptanz laut AEE. Bei den Solarparks erhöht sich die Zustimmung von 72 auf 83%, bei Windkraft von 61 auf 74% und bei Biogas von 39 auf 49%.

Im Gegensatz dazu ist die Akzeptanz gegenüber fossilen und atomaren Kraftwerken deutlich geringer. Aber auch hier steigt die Zahl der Befürworter mit dem Erfahrungswert. Bei Gaskraftwerken erhöht sich die Akzeptanz von 27 auf 35%, bei Kernkraft von 5 auf 9%. Haben die Befragten bereits Vorerfahrungen mit Kohlekraft steigt die Zustimmung sogar von 11 auf 38%.

Im Jahr 2012 befürworteten laut TNS Emnid noch 77% der Befragten (ohne Vorerfahrung) den Bau eines Solarparks im direkten Umfeld. Die Umfragewerte für Windkraftanlagen zeigen keine Veränderung, Biogas steigt um 3%. Kohlekraft hat im Vergleich zu 2012 seine gesellschaftliche Zustimmung um 3% erhöht. Atomkraft legt 2%punkte zu und erreicht so den Akzeptanzwert von 2010 - dem Jahr vor der Nuklearkatastrophe von Fukushima.

English version: A power plant in your neighborhood?