Haushalte in Deutschland mit Ökostrom, Ökostromtarif Anteil pro Bundesland in Prozent

Karte: installierte Leistung Erneuerbare Energien in Deustchland

Kosten Kohlestrom Atom Strom

Meinung Erneuerbare Energien Umfrage

Statistik Zustimmung erneuerbare Energien in Deutschland - Ökostrom

Vergleich der Ökostrom-Preise in Deutschland

Stromerzeugung Deutschland 2015

Statistik Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Entwicklung der EEG-Umlage

Infografik Jobs durch erneuerbare Energien in Deutschland

Ökostrom: Vergleich & Fakten

Der Ökostrom-Anteil in Deutschland steigt im ersten Halbjahr 2019 auf Rekordhoch von 44% am Stromverbrauch.

Ökostrom ist umweltfreundlicher Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind– und Solarenergie, Wasserkraft oder Biogas.

Deutschland will bis 2025 einen Ökostrom-Anteil an der Stromerzeugung von mindestens 40% erreichen und diesen Anteil bis 2035 auf 60% erhöhen. Das 40%-Ziel wurde bereits erreicht, denn 2018 hatten die erneuerbarer Energien mit 40,2% den größten Anteil am deutschen Strommix mit einer Steigerung von 285% seit 2007.

40,2% Ökostrom-Anteil entsprachen 2018 einer Menge von 218 Milliarden Kilowattstunden, die von fast 2 Millionen Erneuerbare-Energien-Anlagen produziert wurden. Mit den dort entstandenen 371.000 Arbeitsplätzen sind die Ökostrom-Produzenten auch ein bedeutender Arbeitgeber in Deutschland und haben den Braunkohle/Steinkohle-Sektor mit nur noch 33.500 Beschäftigen längst überholt.

Haushalte in Deutschland mit Ökostrom

Anteil privater Haushalte mit Ökostrom-Tarif [pro Bundesland in %]

Haushalte in Deutschland mit Ökostrom, Ökostromtarif Anteil pro Bundesland in Prozent
Deutschland, Erneuerbare Energien, Haushalte, Infografik, Ökostrom, Ökostromtarif

Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte und auch immer mehr Verbrauchern wird wichtig, dass Ökostrom aus der eigenen Steckdose fließt.

Zur Anzahl der deutschen Haushalte mit Ökostrom-Bezug gibt es verschiedene Erhebungen, die alle in dieselbe Richtung zeigen: Tendenz steigend.

Die Bundesnetzagentur [BnetzA, Monitoringbericht 2014] zählte für das Jahr 2013 im Rahmen einer Stromlieferanten-Befragung knapp 7,5 Millionen private Anschlüsse mit Ökostrom-Versorgung. Das sind 17% der fast 44 Millionen Haushaltskunden und ein Anstieg um 2% im Vergleich zum Vorjahr.

Die Agentur für erneuerbare Energien veröffentlicht Daten auf Bundesland-Ebene und meldet, dass zwischen 16 und 28% der Privathaushalte mit Ökostrom beliefert werden. Spitzenreiter beim Ökostrom-Bezug sind Berlin [28%], das Saarland [28%] und Mecklenburg-Vorpommern [27%], Schlusslichter bilden die Bundesländer Thüringen und Sachsen mit nur 16%.

Laut Umfrage des Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers ist für 17% der Stromkunden die Wahl eines Ökostrom-Produktes beim Anbieterwechsel wichtig.

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Wo ist Ökostrom am günstigsten?

Preise für Ökostrom im landesweiten Vergleich 2015

Vergleich der Ökostrom-Preise in Deutschland
Deutschland, Ökostrom, Preise, Vergleich

Preise für Ökostrom-Produkte unterscheiden sich in Deutschland nur noch geringfügig von denen anderer Tarife. Oft sind die sogenannten Graustrom-Angebote sogar teurer als die grüne Energie.
Doch auch bei den Ökostrompreisen gibt es ein hohes Preisgefälle innerhalb des Bundesgebietes. Zahlt eine Familie in Sassnitz auf der Insel Rügen für 5.000 Kilowattstunden 1.150 Euro im Jahr, gibt es die gleiche Menge Strom in Passau schon für 1.000 Euro.

Hauptgrund für die enormen Unterschiede sind die Netzentgelte, die für die Bereitstellung des Stromnetzes und den Transport des Stroms berechnet werden. Da Ökostrom-Anlagen vor allem auf dem Land gebaut werden, muss hier auch das Verteilernetz am stärksten ausgebaut werden, das den Strom aufnehmen und transportieren soll.

Das führt zu höheren Netzausbau-Kosten in den ländlichen Regionen, in denen die Bevölkerungsdichte viel geringer ist. Weil die Netzbetreiber die Kosten aber regional an die Kunden weitergeben, verteilen sich immer höhere Kosten auf immer weniger Kunden. Am stärksten betroffen von dieser Umlage-Praxis sind Menschen in den ländlichen Regionen Ostdeutschlands.

Zur Klassifizierung der Ökostrom-Label/Zertifikate und der Ökostromanbieter ist eine Infografik in Produktion. Wenn Sie diese bei Erscheinen erhalten möchten, tragen Sie sich für das Presse-Abo ein oder schicken Sie uns eine Nachricht.

Mit dem Ökostrom-Vergleich günstige Anbieter und Tarife finden

Beinahe jede dritte Kilowattstunde im deutschen Strommix ist heute bereits grüner Strom und das ist mehr Energie als insgesamt von allen deutschen Privathaushalten verbraucht wird. Wegen des gestiegenen Umweltbewusstseins deutscher Stromkunden sind Nachfrage und damit auch das Angebot an Ökostromtarifen gewachsen.

Echte Ökostrom-Anbieter und Ökostrom-Tarife

„Ökostrom“ ist kein geschützter Begriff und dennoch gibt es Gütesiegel, die den Qualitätsbegriff für den Stromkunden eingrenzen. Ökostrom wird aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne, Wasser oder Biogas gewonnen und die Zertifikate und Siegel sollen die ökologische Produktion und Herkunft der des Stroms bestätigen. Die wichtigsten Ökolabel in Deutschland sind das Grüner Strom-Label, Ok-power und die TÜV Nord- / SÜD-Zertifizierung.

Mittlerweile haben jedoch fast alle größeren Atom-& Kohle-Stromanbieter [E.ON, RWE, Vattenfall, EnBW] eigene Ökostromtarife im Angebot. Der Ökostrom dieser Anbieter wurde zwar ebenfalls regenerativ gewonnen, doch wer so einen Ökotarif wählt, zahlt sein Geld an Energiekonzerne, die nach wie vor Atomkraftwerke betreiben oder in neue Kohlekraftwerke investieren.

Echte Ökostrom-Versorger bieten sauberen Strom an, der aus 100% erneuerbaren Energien stammt und sie investieren nachweislich in den Ausbau erneuerbarer Energien.  Zu den größten Ökostrom-Anbietern in Deutschland gehören Lichtblick, die Elektrizitätswerke Schönau [EWS], Polarstern Energie, Greenpeace Energy, Bürgerwerke eG, Naturwatt, die Strommixer, ENTEGA und die Naturstrom AG. Der größte Teil des Ökostroms dieser Anbieter stammt aus Wasserkraft.

Ist Ökostrom teurer?

Immer mehr Stromkunden entscheiden Sie sich für Ökostrom, damit der Anteil an Kohle- und Atomstrom an der Energieversorgung sinkt. Wichtig ist den Verbrauchern aber auch, dass sie beim Wechsel zu einem Ökoanbieter weniger zahlen als für den herkömmlichen Strom des lokalen Versorgers. Stromtarife von Ökostrom-Anbietern sind oft deutlich günstiger als die örtliche Grundversorgung und können sich auch gegen günstige Normalstrom-Angebote behaupten. Der Preisvergleich bei Ökostrom-Tarifen lohnt sich – probieren Sie es einfach aus!

Ökostrom-Anteil am deutschen Strommix

Jahr
Ökostrom
201840,2%
201738,5%
201630%
201529%
201426%
201324%
201223%
201120%
201017%

Ökostrom – wer steckt dahinter?Übersicht aller Okostrom-Anbieter

Quelle: Polarstern 

Breite Mehrheit für schnellen Ökostrom-Ausbau

93% unterstützen den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien, 55% wollen es schneller

Ökostrom
Energiewende, Erneuerbare Energien, Ökostrom AEE, Greenpeace · 2016

Erneuerbare Energien genießen eine sehr große Akzeptanz bei der deutschen Bevölkerung - Tendenz steigend. Zu diesem Ergebnis kommt die jährliche, repräsentative Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der AEE. 93% der Befragten halten den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren für wichtig oder für sehr wichtig [+1% zum Vorjahr].
68% der Deutschen finden den Bau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen selbst in der eigenen Nachbarschaft eher gut bis sehr gut. Bei Erfahrung mit der Technologie steigt die Akzeptanz bei Solar von 77% auf 82% und bei Windenergie von 59 auf 72% an.

86% der Menschen in Deutschland wünschen sich einen beschleunigten [55%] oder zumindest konstanten Ausbau [31%] der Erneuerbaren Energien. 87% möchten gleichbleibende oder verbesserte Möglichkeiten, sich an der Energiewende zu beteiligen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen TNS-Emnid Umfrage im Auftrag von Greenpeace in diesem Jahr. Anhänger aller Parteien sprechen sich gleichermaßen für einen ungebremsten Zubau von Windkraft und Solarenergie aus. [55% wollen es schneller, 31% konstant]

Breite Zustimmung für Erneuerbare Energien bei Anhängern aller Parteien

Umfrage zum verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien - Meinung nach Wählerschaft

Meinung Erneuerbare Energien Umfrage
BTW17, Energiewende, Ökostrom AEE, BEE · 2017

Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage im Auftrag der AEE ist der Ausbau der erneuerbaren Energien für die Mehrheit der Deutschen ein wichtiges Anliegen - ungeachtet der politischen Ausrichtung. Wähler aller Parteien sprechen sich mit annähend gleicher Zustimmung für die stärkere Nutzung von Solarenergie, Windkraft, Biomasse, und Co. aus.

Der Wunsch nach einer schnelleren Energiewende ist bei Grünen-Wählern mit 100% am höchsten, aber auch bei CDU/CSU-Wählern sowie Anhängern von SPD und der Linken liegt der Zustimmungswert oberhalb von 96%. Am geringsten [90%] ist der Zuspruch bei den AFD-Wählern.

67% der Nichtwähler halten eine stärkere Nutzung und Ausbau erneuerbarer Energien für „sehr oder außerordentlich wichtig“, weitere 26% erklärten, der verstärkte Ausbau der regenerativen Energien sei „wichtig“.

Akzeptanz von Kraftwerken in der Nachbarschaft

Umfrage im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien

Statistik Zustimmung erneuerbare Energien in Deutschland - Ökostrom
Deutschland, Energiewende, Erneuerbare Energien, Ökostrom, Stromerzeugung 2014

Laut einer TNS Emnid-Umfrage im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) steht die Mehrheit der Deutschen regenerativen Erzeugungsanlagen auch im eigenen Wohnumfeld positiv gegenüber. Mehr als zwei Drittel der Befragten finden Solar- und Windkraftanlagen in ihrer Nachbarschaft gut oder sehr gut. Haben die Befragten bereits Vorerfahrungen mit entsprechenden Anlagen in ihrer Nachbarschaft gemacht, steigt die Akzeptanz laut AEE. Bei den Solarparks erhöht sich die Zustimmung von 72 auf 83%, bei Windkraft von 61 auf 74% und bei Biogas von 39 auf 49%.

Im Gegensatz dazu ist die Akzeptanz gegenüber fossilen und atomaren Kraftwerken deutlich geringer. Aber auch hier steigt die Zahl der Befürworter mit dem Erfahrungswert. Bei Gaskraftwerken erhöht sich die Akzeptanz von 27 auf 35%, bei Kernkraft von 5 auf 9%. Haben die Befragten bereits Vorerfahrungen mit Kohlekraft steigt die Zustimmung sogar von 11 auf 38%.

Im Jahr 2012 befürworteten laut TNS Emnid noch 77% der Befragten (ohne Vorerfahrung) den Bau eines Solarparks im direkten Umfeld. Die Umfragewerte für Windkraftanlagen zeigen keine Veränderung, Biogas steigt um 3%. Kohlekraft hat im Vergleich zu 2012 seine gesellschaftliche Zustimmung um 3% erhöht. Atomkraft legt 2%punkte zu und erreicht so den Akzeptanzwert von 2010 - dem Jahr vor der Nuklearkatastrophe von Fukushima.

English version: A power plant in your neighborhood?

Fossile-Energien-Umlage: Die realen Kosten von Kohle- & Atomstrom

Fossile-Energien-Umlage läge bei 10,2 Cent/kWh

Kosten Kohlestrom Atom Strom
Atom, Kohle, Kosten, Strom

Die seit Jahren steigenden Strompreise sorgen für anhaltende Diskussionen. Transparenz und faire Verteilung werden gefordert bei Umlagen, Abgaben und Entgelten.

Die EEG-Umlage, über die der Ökostrom-Ausbau gefördert wird, ist transparent auf der Stromrechnung mit 6,88 Cent je Kilowattstunde ausgewiesen. Der Stromkunde weiß also, was ihn dieser Teil der Energiewende kostet. Doch die von den fossilen Energieträgern Kohle, Atom und Gas verursachen Kosten werden nicht über den Strompreis abgerechnet. Es entsteht der Eindruck als müssten wir uns durch die Energiewende von spottbilligen Energiequellen verabschieden. Doch das ist nicht so. Die alten Energien erhalten staatliche Subventionen, Steuervergünstigungen und müssen nur für einen Bruchteil der verursachten Umwelt- und Gesundheitsschäden aufkommen. Diese Kosten werden letztlich auf den Steuerzahler abgewälzt.

Subventionen, Steuervergünstigungen und Folgeschäden

Um sie zu belegen, errechnet das FÖS [Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft] jedes Jahr genau, welche gesellschaftlichen Ausgaben durch die staatliche Förderung von Atomenergie, Kohle und Erdgas und deren Folgeschäden entstehen.

Im Jahr 2017 werden die versteckten Kosten der fossilen Energien voraussichtlich ein Volumen zwischen 33 und 38 Milliarden Euro erreichen. Das sind deutlich höhere Ausgaben als über die EEG-Umlage zur Förderung von Sonne, Wind und Co. gedeckt werden müssen. Knapp 25 Milliarden Euro werden in diesem Jahr investiert [Agora Energiewende].

Fossile-Energien-Umlage läge bei 10 Cent|kWh

Schlägt man die Kosten der Förderung und Umweltbelastung durch Atom, Kohle und Erdgas wie beim EEG auf den Strompreis auf, haben wir im Jahr 2017 eine Fossile-Energien-Umlage von etwa 10 Cent je Kilowattstunde, was den Strom für private Haushalte von 29 Cent auf etwas mehr als 39 Cent verteuert. Diese 10 Cent werden aus Steuermitteln finanziert [Kosten zw. 9,4 bis 10,8 Ct|kWh].

Die Fossile-Energien-Umlage ist damit 48% höher als der vermeintliche Strompreistreiber EEG-Umlage [6,88 Cent]. Der Vergleich des FÖS zeigt, dass Erneuerbare Energien nicht nur sauberer, sondern unterm Strich auch deutlich günstiger sind als Kohle, Atom und Gas.

Datenquelle: Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag der Greenpeace Energy AG

Gründe für die Unterstützung der Energiewende

Hauptgründe deutscher Verbraucher für die Befürwortung der Energiewende

Unterstützung der Energiewende, erneuerbarer Energien und Ökostrom
Atomkraft, CO2, Energiewende, Erneuerbare Energien, Ökostrom

Laut Agentur für Erneuerbare Energien befürworten 92% der Deutschen die Energiewende, doch die Gründe sind vielfältig. Das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers wollte deshalb von 1.015 Bundesbürgern wissen, warum sie den Umstieg auf erneuerbare Energien unterstützen.

Der Wunsch nach Abschaffung der Atomenergie ist für 43% der Hauptgrund für die Zustimmung zum fundamentalen Umbau der deutschen Energieversorgung. Die Mehrheit der Deutschen sagt, das Risiko sei zu hoch und die Gefahren nicht beherrschbar, wie die Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima belegen. Selbst für den bereits angefallenen hochradioaktiven Abfall aus Kernkraftwerken wurde bisher kein Endlager gefunden.

27% der Befragten befürworten die Energiewende wegen der Ressourcen-Knappheit fossiler Energieträger, denn Kohle, Öl und Gas sind endlich. Und je knapper diese werden, umso teurer wird ein Energiesystem, das auf fossile Energieträger setzt. 

Inzwischen wird ein Großteil der fossilen Energieträger wie Öl und Gas importiert, wogegen die Erneuerbaren heimische Energien sind, die zur inländischen Wirtschaftsleistung beitragen und die Importabhängigkeit verringern.

Die Reduktion der CO2-Emissionen ist für 18% der Deutschen Anlass zur Unterstützung der Energiewende, denn bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas entstehen klimaschädliche Treibhausgasemissionen, die Hauptverursacher des Klimawandels. Laut Bundesumweltamt wurden 2014 in Deutschland 912 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre ausgestoßen. Das entspricht im Vergleich zu 1990 zwar einem Rückgang von 27%, doch die angestrebte Kohlendioxid-Reduktion von 40% bis 2020  ist ohne die konsequente Förderung der Erneuerbaren Energien nicht zu erreichen. Wind- und Wasserkraft, Solar- und Bioenergie haben 2014 nach Angaben der Agentur für Erneuerbare Energien 148 Millionen Tonnen CO2 vermieden.

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Erneuerbare Energien Factsheet Deutschland

Status des Ausbaus, Bundesländer-Ranking und Zustimmung in der Bevölkerung

Karte: installierte Leistung Erneuerbare Energien in Deustchland
Biomasse, Deutschland, Erneuerbare Energien, Ökostrom, Photovoltaik, Windenergie

2014 jährte sich der Tag der erneuerbaren Energien zum 20. Mal. Diesen Tag nehmen Energiewirtschaft und Technologie-Hersteller traditionell als Anlass, Möglichkeiten und Perspektiven der Energieversorgung auf der Basis regenerativer Ressourcen zu präsentieren.

Zur wichtigsten Energiequelle in nur 20 Jahren

Ein Wachstum von 6 auf 26% in 20 Jahren ist eine gute Bilanz für die erneuerbaren Energien. Damit wurden sie 2014 zur wichtigsten Energiequelle im deutschen Strommix. In 10 Jahren, so will es der Ausbauplan, sollen sie mindestens 40% unseres Strombedarfs decken.

Seit ’95 ist viel passiert: Die jungen Technologien haben sich erfolgreich bewährt. Windenergie, Biomasse und Photovoltaik haben stark an Bedeutung gewonnen. Zusammen mit der Wasserkraft produzierten Sie im vergangenen Jahr 160 Milliarden Kilowattstunden, was dem Stromverbrauch aller deutschen Privathaushalte entspricht.

Die Deutschen stehen hinter den Erneuerbaren

Die Agentur für Erneuerbare Energien hat im Oktober 2014 herausgefunden, dass 92% der Deutschen den verstärkten Ausbau und die Nutzung der alternativen Quellen für wichtig halten. Sie verbinden damit Klimaschutz und einen Beitrag zur Generationsgerechtigkeit. Laut einer repräsentativen Umfrage des Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers können sich 65% der Deutschen vorstellen, selbst Strom zu produzieren, 3% tun es bereits.

Im Ranking der Bundesländer mit dem höchsten Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch liegt Brandenburg mit 76% an der Spitze dicht gefolgt von Schleswig-Holstein (66%) und Mecklenburg-Vorpommern (62%). Dieses Ranking wird von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie auf Basis der Daten der Bundesnetzagentur ermittelt.

English Version: Renewable Energy in Germany

Arbeitsplätze in der Erneuerbare-Energien-Branche

Beschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland 2008 - 2013

Infografik Jobs durch erneuerbare Energien in Deutschland
Arbeitsplätze, Biomasse, Erneuerbare Energien, Jobs, Photovoltaik, Windenergie

Der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland geht voran und erreicht mittlerweile einen Anteil von 26,2 % an der Gesamt-Stromerzeugung. Bis 2012 war die deutsche Energiewende auch ein Wachstumsmotor für den Arbeitsmarkt, denn die Beschäftigungszahlen stiegen innerhalb von acht Jahren um 150 %. Waren im Jahr 2004 nur etwa 160.000 Menschen in der Erneuerbaren-Branche beschäftigt, stieg die Zahl der Arbeitsplätze bis 2012 auf fast 400.000 an.

2013 ist die Beschäftigtenzahl dann mit rund 371.400 Stellen erstmals deutlich geschrumpft. In der Photovoltaik-Branche war der Rückgang am stärksten und wird auf den Nachfrage-Einbruch und den darauf folgenden Konsolidierungsprozess zurückgeführt. Die Zahl der Photovoltaik-Jobs ging von knapp 100.000 in 2012 auf etwa 56.000 im Jahr 2013 zurück. Erste Schätzungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft gehen von einem Verlust von weiteren 18.000 Arbeitsplätzen in 2014 aus.

In der Windbranche konnte im Jahr 2013 dagegen ein Zuwachs der Beschäftigung von knapp 17 % verzeichnet werden. In Deutschland waren 137.800 Menschen im Windsektor beschäftigt - 119.000 davon arbeiteten für die Windenergie an Land und 18.800 wurden Offshore eingesetzt.

Im Biomasse-Sektor lag die Beschäftigung mit rund 126.400 Personen fast auf Vorjahrsniveau (127.500).

Bei der Ermittlung der Beschäftigung wurden die direkten Arbeitsplätze berechnet, die mit der Herstellung und dem Betrieb der Anlagen zusammenhängen, aber auch die indirekte Beschäftigung bei Zulieferern und durch die öffentliche Hand. Insgesamt können laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie etwa 65 % der für 2013 ermittelten 371.400 Arbeitsplätze auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz zurückgeführt werden. Das sind genau 241.410.

Den Kohlebergbau-Sektor, der zu Beginn des Jahres 2015 nur noch  33.500 Menschen beschäftigte, stellen die erneuerbaren Energien schon lange in den Schatten. [Gesamtbelegschaft Steinkohle: 12.104 Stand Januar 2015, Beschäftigte im Braunkohlebergbau inkl. Braunkohlenkraftwerken: 21.406, Stand März 2015]

Quellen:
BMWi, Beschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland (2008 - 2014)
Bundesverbande Solarwirtschaft e.V., Statistikpapier "Photovoltaik"(aktualisierte Fassung 03/2015)

Stromerzeugung erneuerbare Energien 2010-2014

Bruttostromerzeugung in Deutschland nach Energieträgern

Statistik Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien
Energiewende, Erneuerbare Energien, Stromerzeugung

Ein Ziel der Energiewende ist es, die Stromversorgung nach und nach auf erneuerbare Energien umzustellen. Laut Aussage des Bundesministeriums für Wirtschaft (BMWi) soll der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2025 auf 40 bis 45% steigen.

Die Stromerzeugung aus Windenergie hat mit über 56 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) den größten Beitrag geleistet, legte aber trotz guter Ausbauzahlen nur geringfügig zu. Biomasse wuchs um 5% und war 2014 mit 43,0 Mrd. kWh zweitgrößter Produzent unter den Erneuerbaren.
Die Photovoltaik setzt ihren Wachstumstrend fort, obwohl nur wenig neue Anlagen installiert wurden und produzierte mit 34,9 Mrd. kWh fast 13% mehr Strom als 2013. Leicht verringert hat sich nur der Anteil des Stroms aus Wasserkraft. Er belief sich 2014 auf 20,5 Mrd. kWh. Insgesamt konnten die Erneuerbaren Energien gegenüber 2013 knapp zwei Prozentpunkte zulegen.