2016-07-01
Die Stromquellen im Vergleich

Stromerzeugung in Deutschland

614 Milliarden Kilowattstunden wurden 2014 in Deutschland erzeugt – gut 3,6% weniger als im Vorjahr. 26,2% davon stammten aus erneuerbaren Energien, die damit zur wichtigsten Energiequelle im deutschen Strommix aufstiegen und die Braunkohle vom ersten Platz verdrängten. Im Vorjahr lag der Anteil der Erneuerbaren noch bei 24,1%.

Neben der Stromproduktion ist aber auch der Stromverbrauch 2014 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Mit 3,8% war der Rückgang sogar der stärkste seit 1990 und ein Grund dafür, dass die Treibhausgas-Emissionen mit 301 Millionen Tonnen CO2 ebenfalls abnahmen. Von dem erwirtschafteten Stromüberschuss konnten 5,6% an Nachbarländer wir die Niederlande, Österreich und Frankreich exportiert werden.

2,8Milliarden Euro
Plus auf dem EEG-Konto 2014
28,8Cent pro Kilowattstunde
Durchschnittlicher Strompreis für Privathaushalte 2015
3,8Prozent
Rückgang des Stromverbrauchs gegenüber 2013
52Prozent
Anteil der Steuern, Abgaben und Umlagen am Strompreis
3,3Cent pro Kilowattstunde
Durchschnittlicher Großhandelspreis 2014 an der Strombörse
80Prozent
Tagesrekord der Erneuerbaren (Stromerzeugungs-Anteil)
6,17Cent pro Kilowattstunde
Höhe der EEG-Umlage 2015
301Millionen Tonnen
CO2-Emissionen des Stromsektors
26,2Pozent
Anteil der Erneuerbaren an der Bruttostromerzeugung
614Milliarden Kilowattstunden
Höhe der Bruttostromerzeugung 2014
Das Stromjahr 2014 in Zahlen (Daten: BDEW, Agora, IWR, Netztransparenz)

Strommix 2015: Stromerzeugung nach Energieträgern

Anteil der Erneuerbaren an der Bruttostromerzeugung steigt auf 30%

Stromerzeugung Deutschland 2015
2015, Deutschland, Energiemix, Erneuerbare Energien, Stromerzeugung, Strommix

2015 wird wieder ein Rekordjahr für die erneuerbaren Energien, so die Bilanz des Bundesverbandes der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft [BDEW]. Laut Hochrechnungen vom 21. Dezember haben die Erneuerbaren einen Anteil von 30% am Strommix 2015. Im Vorjahr waren es noch knapp 26% der Bruttostromerzeugung. In absoluten Zahlen erzeugen die regenerativen Energien 194,1 Milliarden Kilowattstunden [Mrd. kWh]. Insgesamt rechnet der BDEW mit einer Strommenge von 647,1 Mrd. kWh in diesem Jahr, was einer Zunahme von 3,1% entspricht.

Braunkohlekraftwerke produzierten 2015 weiterhin auf hohem Niveau, kommen aber nur noch auf rund 155,0 Mrd. kWh - 0,5% weniger als im Vorjahr. Steinkohle trägt 18,2% [118 Mrd. kWh] zum Energiemix 2015 bei.

Die Windenergie legte im Vergleich zum Vorjahr ordentlich zu [+46%] und erreicht einen Anteil an der Stromerzeugung von 13,3%. Windkraft an Land erzeugt aktuell einen Anteil von 12% am Strommix. Hinzu kommen 1,3% durch Offshore-Windenergieanlagen. 

Der Photovoltaik-Anteil steigt leicht auf 5,9%. Biomasse [einschließlich Bio-Siedlungsabfälle] geht etwas zurück auf 7,7%. Wasserkraft erzeugt ebenfalls etwas weniger Strom und sinkt auf 3%. Der Anteil der Kernkraft sink 2015 um 5,8% und liegt jetzt bei 14,1% des deutschen Strommixes. Erdgas trägt in diesem Jahr 8,8% zur Stromerzeugung bei, was einer Reduktion um 6,8% zum Vorjahr entspricht.

Bruttostromerzeugung nach Energieträgern in Deutschland 2015 [Prognose]

Energieträgerin Mrd. kWhin %Veränderung zu 2014 in %
Kernenergie91,514,1- 5,8
Braunkohle155,024,0- 0,5
Steinkohle118,018,2- 0,5
Erdgas57,08,8- 6,8
Erneuerbare194,130,0+ 19,4
davon:   
Wasser19,53,0- 0,4
Wind onshore77,912,0+ 39,3
Wind offshore8,11,3+ 458,8
Photovoltaik38,55,9+ 6,8
Biomasse44,26,8+ 2,1
Siedlungsabfälle5,70,9- 6,1
Geothermie0,1250,0+ 27,3
Sonstige Energieträger31,54,9- 3,2
Stromerzeugung [brutto] gesamt647,1100,0%+ 3,1

Der deutsche Strommix 2010 – 2014

Bruttostromerzeugung in Deutschland nach Energieträgergruppen

Statistik Bruttostromerzeugung in Deutschland
Deutschland, Energiemix, Erneuerbare Energien, Fossile, Stromerzeugung, Strommix

Die Stromversorgung in Deutschland basiert auf einem breiten Mix unterschiedlicher Energieträger, der sich in den letzten Jahren zugunsten der erneuerbaren Energien verändert hat. 2014 betrug deren Zuwachs 1,7%.

Fossile Energiequellen tragen nur noch mit 74,2% zur Stromerzeugung bei. Rund jede vierte Kilowattstunde Strom stammt heute also aus erneuerbaren Energien (25,8%).

Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen 2010 – 2014

Bruttostromerzeugung in Deutschland nach Energieträgern 2010 - 2014

Statistik Stromerzeugung in Deutschland
Deutschland, Fossile, Statistik, Stromerzeugung

2014 wurden in Deutschland insgesamt noch 453,4 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom aus fossilen Energieträgern gewonnen.

Den stärksten Rückgang hatte dabei die Verstromung von Steinkohle zu verzeichnen. Nach einem leichten Anstieg in 2013 nahm sie 2014 um 12,7 Mrd. kWh ab. Braunkohlekraftwerke produzierten 2014 160,9 Mrd. kWh, womit die absolute Menge zum Vorjahr um 5,1 Mrd. kWh gesunken ist.
Die Menge des Stroms aus Erdgas verringerte sich um 9,2 Mrd. auf 58,3 Mrd. kWh. Die Kernenergie konnte einen Rückgang von 0,2 Mrd. kWh verzeichnen und steuerte somit 97,1 Mrd. kWh zur Gesamtmenge bei.

Stromerzeugung erneuerbare Energien 2010-2014

Bruttostromerzeugung in Deutschland nach Energieträgern

Statistik Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien
Energiewende, Erneuerbare Energien, Stromerzeugung

Ein Ziel der Energiewende ist es, die Stromversorgung nach und nach auf erneuerbare Energien umzustellen. Laut Aussage des Bundesministeriums für Wirtschaft (BMWi) soll der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2025 auf 40 bis 45% steigen.

Die Stromerzeugung aus Windenergie hat mit über 56 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) den größten Beitrag geleistet, legte aber trotz guter Ausbauzahlen nur geringfügig zu. Biomasse wuchs um 5% und war 2014 mit 43,0 Mrd. kWh zweitgrößter Produzent unter den Erneuerbaren.
Die Photovoltaik setzt ihren Wachstumstrend fort, obwohl nur wenig neue Anlagen installiert wurden und produzierte mit 34,9 Mrd. kWh fast 13% mehr Strom als 2013. Leicht verringert hat sich nur der Anteil des Stroms aus Wasserkraft. Er belief sich 2014 auf 20,5 Mrd. kWh. Insgesamt konnten die Erneuerbaren Energien gegenüber 2013 knapp zwei Prozentpunkte zulegen.

Stromerzeugung 2014 nach Energieträgern

Anteil der Erneuerbaren am Strommix steigt auf 26,2 Prozent

Strommix, Stromerzeugung Deutschland
2014, Deutschland, Energiemix, Erneuerbare Energien, Strommix

2014 war ein Rekordjahr für die erneuerbaren Energien, so die Bilanz des Bundesverbandes der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Zusammengenommen betrug der Anteil des Ökostroms demnach 26,2% am Strommix 2014. Im Vorjahr waren es noch 24,1%.

In absoluten Zahlen erzeugten die regenerativen Energien 160,6 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh). Braunkohlekraftwerke produzierten 2014 zwar weiterhin auf hohem Niveau, kamen aber nur noch auf rund 155,8 Mrd. kWh und stellten damit wie im Vorjahr 25,4% der Bruttostromerzeugung.

Windenergie erreichte einen Anteil an der Stromerzeugung von 9,1% und legte damit leicht zu, Photovoltaik stieg auf anteilig 5,7%, Biomasse (einschließlich Bio-Siedlungsabfälle) konnte eine Steigerung auf 8% erreichen, Wasser ging leicht zurück und hatte 2014 einen Anteil von 3,3% an der Bruttostromerzeugung.

Die Reduktionsquote der Steinkohlekraftwerke lag 2014 bei 1,4%, womit sie nur noch mit 17,8% zum Energiemix beitrugen. Der Anteil der Kernkraft stieg dagegen von 15,4% auf 15,8%, obwohl die absolute Produktionsmenge leicht sank. Der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung ist von 10,7% in 2013 auf 9,5% in 2014 erneut gesunken.

english versionEnglish version: Germany's Energy Mix

Photovoltaik in Deutschland

Regionale Verteilung der installierten Leistung pro Quadratkilometer

Infografik Karte Photovoltaik in Deutschland
Deutschland, Karte, Ökostrom, Photovoltaik, Solar, Solaranlagen Bundesnetzagentur, BSW Solar · 2014
Von Flensburg bis Freiburg sind in Deutschland rund 1,5 Millionen Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 38,2 Gigawatt Peak (GWp) installiert. 2014 wurden insgesamt 32,6 Mrd. Kilowattstunden Strom aus Solarenergie ins Netz eingespeist. Damit erwirtschaftete die Photovoltaik 5,7 Prozent der erzeugten Strommenge in Deutschland.
Beinahe die Hälfte aller Anlagen steht in den beiden südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg. Im Freistaat wurden bisher Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 11,1 GW installiert. Mit etwas mehr als 5,1 GW liegt Baden-Württemberg auf dem zweiten Platz, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit einem Anlagenvolumen von über 4,2 Gigawatt.
Die Größe der Anlagen zeigt, dass der Bestand im Süden und Westen vor allem mit Aufdachanlagen umgesetzt wurde. In diesen Ländern liegt der Durchschnitt um einen Wert von 20 Kilowatt pro Anlage. In den ostdeutschen Bundesländern, wo große Solarparks errichtet wurden, liegt der Durchschnitt bei 70 Kilowatt. Mecklenburg-Vorpommern ist hier mit 103 kW pro Anlage der Spitzenreiter.
Update: Ende 2015  waren pro Kopf 487 Watt #Photovoltaik Leistung installiert.  [39,6 Mrd. kWh/ 81,3 Mio Einwohner].

Stromerzeugung aus Photovoltaik 2014

Solarstromproduktion in Deutschland im Jahresverlauf

Statistik Stromerzeugung Photovoltaik
Ökostrom, Photovoltaik, Solar, Statistik, Stromerzeugung

Die Stromproduktion aus Solaranlagen in Deutschland war noch nie so ertragreich wie 2014. Die rund 1,5 Millionen Anlagen produzierten 32,6 Terawattstunden (Mrd. kWh) Solarstrom. Das ist ein Anstieg von mehr als 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei wurden in mehreren Monaten Spitzenwerte erzielt. Der Juni 2014 war mit 4,8 Terawattstunden der zweitertragreichste Solarstrommonat seit der Rekordaufstellung im Juni 2013 (5,1). Der Juli 2014 kam mit 4,4 Terawattstunden auf Platz drei der Bestenliste.

Die Werte der European Energy Exchange weichen von den Zahlen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) um 1,07 Terawattstunden ab.

Arbeitsplätze in der Photovoltaik-Branche

Bruttobeschäftigung in Deutschland 2008 - 2014

Statistik Jobs in der Photovoltaik in Deutschland
Arbeitsplätze, Erneuerbare Energien, Infografik, Jobs, Photovoltaik, Statistik

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz sollte stabile Rahmenbedingungen für den Ausbau der Photovoltaik schaffen und durch die daraus erwachsene Planungs- und Investitionssicherheit sind in Deutschland bis 2011 auch rund 110.900 Arbeitsplätze in der Photovoltaik-Industrie entstanden.

Seit 2011 erlebt die Photovoltaik-Branche jedoch einen strukturellen Wandel. Preisverfall, Wettbewerbsdruck und hohe Subventions-Einschnitte haben in den letzten 3 Jahren zu zahlreichen Geschäftsniederlegungen und Pleiten geführt. Infolge des Förderrückgangs von über 50 Prozent brach auch die Nachfrage um die Hälfte ein.

Die Kürzungen kosteten nicht nur viele Arbeitsplätze in der Industrie, auch bei Installations- und Handwerksbetrieben gingen Jobs verloren. Bis Ende 2013 wurden die Arbeitsplätze in der Photovoltaik-Branche halbiert. Den Einbruch der Inlandsnachfrage konnten viele Unternehmen nicht durch Produktionsumstellung oder Auslandsgeschäfte kompensieren, sodass sich der Trend in der Beschäftigungsentwicklung auch 2014 fortsetzte. Nach ersten Schätzungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) sind nur noch 45.000 bis 50.000 Menschen in der Photovoltaik-Industrie beschäftigt.

Investitionen in den Bau neuer Photovoltaik-Anlagen

Investitionen in neue Photovoltaik-Anlagen, EEG-Vergütungszahlungen

Statistik Photovoltaik Investitionen und Einspeisevergütung in Deutschland
EEG, Energiewende, Infografik, Investitionen, Photovoltaik, Solar

Im Jahr 2014 wurden fast 19 Milliarden Euro in den Bau Erneuerbarer-Energien-Anlagen investiert. Der Photovoltaik-Anteil lag allerdings nur noch bei 2,3 Milliarden. Nachdem im Jahr 2010 der Investitions-Höchstwert von 18,4 Milliarden erreicht wurde, gingen die Investitionen jedes Jahr deutlich zurück und liegen nun wieder unter dem Niveau von 2004.

In der Photovoltaik ist die feste Einspeisevergütung die marktdominierende Art des Energieverkaufs. 2004 wurde für die Kilowattstunde Solarstrom von der Freifläche ein EEG-Vergütungssatz von etwa 45 Cent gezahlt. Anfang 2015 waren es noch 8,5 Cent.

Um die jährliche EEG-Auszahlung für Photovoltaik-Anlagen auf 11 Milliarden Euro zu begrenzen, wurde eine enorme Absenkung der Einspeisevergütung durchgesetzt, eine weitere Degression festgeschrieben und das Auslaufen der Vergütung für neu-installierte Anlagen nach Erreichen einer Schwelle von 52 Gigawatt beschlossen.

Daten: Die Investitionszahlen wurden vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff- Forschung Baden-Württemberg im Auftrag des BMWi ermittelt. Sie enthalten die Investitionen der Energieversorgungsunternehmen und die aus Industrie, Gewerbe, Handel und privaten Haushalten. Die Vergütungszahlen wurden von der Bundesnetzagentur publiziert.

Ausbau der Photovoltaik 2010 – 2014

Gesamtleistung der neu installierten Anlagen pro Jahr in Deutschland

Statistik Ökostrom: Ausbau der Photovoltaik
Leistung, Photovoltaik, Solar, Vergütung

Der Photovoltaikmarkt in Deutschland ist erneut geschrumpft. 2014 wurden 43% weniger neue Solaranlagen installiert als im Jahr zuvor. Mit einem Zubau von knapp 1,9 Gigawatt (GW) Maximalleistung wurden die im EEG festgelegten Vorgaben von mindestens 2,4 GW nicht erreicht. Die schrittweise Senkung der Einspeisevergütung für Solarstrom hat den Boom vorerst gestoppt. Im Jahr 2013 wurden noch Anlagen mit einer Gesamtleistung von 3,3 GW neu installiert – im Rekordjahr 2012 waren es sogar 7,6 GW.

Betreiber von Solaranlagen bekommen eine konstante Einspeisevergütung für eine Dauer von 20 Jahren. Die lag 2010 noch bei etwa 35 Cent pro Kilowattstunde für eine Dachanlage mit einer Leistung bis 30 Kilowatt. Diese Vergütung wird monatlich gesenkt und betrug im Dezember 2014 nur noch etwa 12 Cent pro Kilowattstunde für eine neu installierte Anlage.

Ausbau der Windenergie 2010 – 2014

Leistung der neuinstallierten Windenergieanlagen in Deutschland

StatistikAusbau der Winden-Energie Deutschland
Energiewende, Ökostrom, Windenergie, Windkraft

2014 wurden auf dem deutschen Festland 1.766 Windenergieanlagen mit einer maximalen Gesamtleistung von 4.750 MW installiert. Offshore gingen 142 Anlagen mit einer Spitzenleistung von 529 MW erstmals ans Netz. Die von der Deutschen WindGuard veröffentlichten Zahlen berücksichtigen auch die Daten für Repowering. Die 413 Repowering-Anlagen mit einer Leistung von 1.148 MW erreichen bereits einen Anteil von 24,2 % am Gesamtausbau. (Eine Repowering-Anlage ist ein Windrad für dessen Errichtung ein altes in Landkreisnähe abgebaut wurde.)

Im Jahr 2014 betrug die Leistung einer an Land neu installierten Windenergieanlage im Durchschnitt 2.690 kW (2013: 2.598 kW). Der durchschnittliche Rotordurchmesser liegt mit 99 Metern knapp über dem Vorjahreswert (95 m), die Nabenhöhe ist mit 116 Metern in etwa gleich geblieben (117 m). Um die gleiche Leistung zu erzielen, beträgt der durchschnittliche Rotordurchmesser in Rheinland-Pfalz 107 Meter, in Niedersachsen misst er nur 96 Meter.

Windenergie in Deutschland

Die regionale Verteilung der installierten Leistung pro Quadratkilometer

Infografik Windenergie / Windkraft in Deutschland
Ausbau, Deutschland, Karte, Windenergie, Windkraft

43% der bundesweit installierten Windkraftanlagen stehen im Norden Deutschlands. Hier liegen auch die entwicklungsstärksten Länder: Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Gemessen an der Fläche eines Bundeslandes stehen in Schleswig-Holstein die meisten Windräder pro Quadratkilometer (km²). Dort wurden bis Ende 2014 umgerechnet 322 Kilowatt (kW) pro km² installiert.

In der Mitte der Bundesrepublik stehen 44 % aller Windenergieanlagen. Das ertragreichste Bundesland ist hier Sachsen-Anhalt mit einer Leistung von 212 kW pro km².

In den südlichen Bundesländern befinden sich 13 % der deutschen Windenergieanlagen. Rheinland-Pfalz ist nicht nur das entwicklungsstärkste südliche Bundesland, hier stehen mit 137 kW pro km² auch anteilig die meisten Windkrafträder.

In Deutschland stehen insgesamt 24.867 Windräder mit einer Maximalleistung von 38.115 Megawatt. [Stand: 12|2014]

Bundeslanddaten: Deutsche WindGuard

Arbeitsplätze in der Windenergie-Branche

Bruttobeschäftigung in Deutschland 2003 - 2013

Statistik Arbeitsplätze Windkraft, Erneuerbare Jobs in der Windenergie -
Erneuerbare Energien, Ökostrom, Windenergie, Windkraft

Der Wind leistet mit 9,1 % heute den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.  2013 stieg die Beschäftigtenquote im Windsektor um knapp 17 %, womit er auch der größte Arbeitgeber unter den Erneuerbaren ist.

Im Jahr 2013 waren in Deutschland 137.800 Menschen in der Windenergie-Branche beschäftigt - 119.000 davon arbeiteten für die Windenergie an Land und 18.800 waren in der Offshore Entwicklung tätig.
Mit wachsendem Anlagenbestand gewinnt vor allem der Bereich "Betrieb und Wartung" zunehmend an Bedeutung und machte 2013 mit 19.500 Arbeitsplätzen 14 % der Gesamtbeschäftigung aus.

Diese Zahlen ermittelte die Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung 2014 im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Akzeptanz von Kraftwerken in der Nachbarschaft

Umfrage im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien

Statistik Zustimmung erneuerbare Energien in Deutschland - Ökostrom
Deutschland, Energiewende, Erneuerbare Energien, Ökostrom, Stromerzeugung 2014

Laut einer TNS Emnid-Umfrage im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) steht die Mehrheit der Deutschen regenerativen Erzeugungsanlagen auch im eigenen Wohnumfeld positiv gegenüber. Mehr als zwei Drittel der Befragten finden Solar- und Windkraftanlagen in ihrer Nachbarschaft gut oder sehr gut. Haben die Befragten bereits Vorerfahrungen mit entsprechenden Anlagen in ihrer Nachbarschaft gemacht, steigt die Akzeptanz laut AEE. Bei den Solarparks erhöht sich die Zustimmung von 72 auf 83%, bei Windkraft von 61 auf 74% und bei Biogas von 39 auf 49%.

Im Gegensatz dazu ist die Akzeptanz gegenüber fossilen und atomaren Kraftwerken deutlich geringer. Aber auch hier steigt die Zahl der Befürworter mit dem Erfahrungswert. Bei Gaskraftwerken erhöht sich die Akzeptanz von 27 auf 35%, bei Kernkraft von 5 auf 9%. Haben die Befragten bereits Vorerfahrungen mit Kohlekraft steigt die Zustimmung sogar von 11 auf 38%.

Im Jahr 2012 befürworteten laut TNS Emnid noch 77% der Befragten (ohne Vorerfahrung) den Bau eines Solarparks im direkten Umfeld. Die Umfragewerte für Windkraftanlagen zeigen keine Veränderung, Biogas steigt um 3%. Kohlekraft hat im Vergleich zu 2012 seine gesellschaftliche Zustimmung um 3% erhöht. Atomkraft legt 2%punkte zu und erreicht so den Akzeptanzwert von 2010 - dem Jahr vor der Nuklearkatastrophe von Fukushima.

English version: A power plant in your neighborhood?

Weltweite Beschäftigung in der Erneuerbare-Energien-Branche

7,7 Millionen direkte und indirekte Arbeitsplätze in den erneuerbaren Energien 2014

Statistik, Arbeitsplätze in den erneuerbaren Energien weltweit 2014
Arbeitsplätze, Biomasse, Erneuerbare Energien, Jobs, Photovoltaik, Wasserkraft, Weltweit, Windenergie

Laut Jahresbericht von IRENA, der internationalen Agentur für erneuerbare Energien, waren 2014 bereits 7,7 Millionen Menschen direkt oder indirekt im erneuerbare-Energien-Sektor beschäftigt. Das ist ein Anstieg von 18% gegenüber 2013. Zusätzlich wurden erstmals die Beschäftigten im Bereich Wasserkraft erfasst und die ersten Schätzungen gehen von zusätzlichen 1,5 Millionen direkten Arbeitsplätzen aus.

Der größte Teil der Beschäftigung in der Erneuerbare-Energien-Branche konzentriert sich auf die Länder China, Brasilien, die Vereinigten Staaten, Indien und einige Staaten in der EU. Gemessen an der Gesamtbevölkerung gehört Deutschland trotz leichtem Beschäftigungsrückgang noch immer zu den Spitzenreitern. 2014 arbeiteten 4,6 von 1.000 Deutschen im Bereich der erneuerbaren Energien. In Indien waren es mit 0,3 Promille am wenigsten.

Weltweit wuchs die Beschäftigung 2014 in allen erneuerbaren Bereichen. 2013 waren noch 6,5 Millionen direkt oder indirekt im globalen Öko-Energie-Sektor beschäftigt. [Jahresbericht 2013]

Die Solar-Branche hatte 2014 einen Anstieg von 462.000 neuen Jobs zu verzeichnen und kam so mit 3,28 Millionen Beschäftigten auf Platz eins vor dem Biomasse-Sektor mit 2,99 Millionen Arbeitsplätzen. Die Wind-Branche überschritt erstmals die Millionen-Marke mit 1.027.000 Beschäftigten.

China ist das Land mit den meisten Öko-Energie-Beschäftigten. Es stellt mehr als zwei Drittel der Photovoltaik-, die Hälfte der Wind-Arbeitsplätze und 46% der direkten Wasserkraft-Jobs. Brasilien und die USA dominieren den Bio-Energie-Sektor.

Global Renewable Energy Jobs top 7.7 Million in 2014english version

Arbeitsplätze in der Erneuerbare-Energien-Branche

Beschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland 2008 - 2013

Infografik Jobs durch erneuerbare Energien in Deutschland
Arbeitsplätze, Biomasse, Erneuerbare Energien, Jobs, Photovoltaik, Windenergie

Der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland geht voran und erreicht mittlerweile einen Anteil von 26,2 % an der Gesamt-Stromerzeugung. Bis 2012 war die deutsche Energiewende auch ein Wachstumsmotor für den Arbeitsmarkt, denn die Beschäftigungszahlen stiegen innerhalb von acht Jahren um 150 %. Waren im Jahr 2004 nur etwa 160.000 Menschen in der Erneuerbaren-Branche beschäftigt, stieg die Zahl der Arbeitsplätze bis 2012 auf fast 400.000 an.

2013 ist die Beschäftigtenzahl dann mit rund 371.400 Stellen erstmals deutlich geschrumpft. In der Photovoltaik-Branche war der Rückgang am stärksten und wird auf den Nachfrage-Einbruch und den darauf folgenden Konsolidierungsprozess zurückgeführt. Die Zahl der Photovoltaik-Jobs ging von knapp 100.000 in 2012 auf etwa 56.000 im Jahr 2013 zurück. Erste Schätzungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft gehen von einem Verlust von weiteren 18.000 Arbeitsplätzen in 2014 aus.

In der Windbranche konnte im Jahr 2013 dagegen ein Zuwachs der Beschäftigung von knapp 17 % verzeichnet werden. In Deutschland waren 137.800 Menschen im Windsektor beschäftigt - 119.000 davon arbeiteten für die Windenergie an Land und 18.800 wurden Offshore eingesetzt.

Im Biomasse-Sektor lag die Beschäftigung mit rund 126.400 Personen fast auf Vorjahrsniveau (127.500).

Bei der Ermittlung der Beschäftigung wurden die direkten Arbeitsplätze berechnet, die mit der Herstellung und dem Betrieb der Anlagen zusammenhängen, aber auch die indirekte Beschäftigung bei Zulieferern und durch die öffentliche Hand. Insgesamt können laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie etwa 65 % der für 2013 ermittelten 371.400 Arbeitsplätze auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz zurückgeführt werden. Das sind genau 241.410.

Den Kohlebergbau-Sektor, der zu Beginn des Jahres 2015 nur noch  33.500 Menschen beschäftigte, stellen die erneuerbaren Energien schon lange in den Schatten. [Gesamtbelegschaft Steinkohle: 12.104 Stand Januar 2015, Beschäftigte im Braunkohlebergbau inkl. Braunkohlenkraftwerken: 21.406, Stand März 2015]

Quellen:
BMWi, Beschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland (2008 - 2014)
Bundesverbande Solarwirtschaft e.V., Statistikpapier "Photovoltaik"(aktualisierte Fassung 03/2015)