Ersparnis durch den Stromanbieterwechsel 2015

Stromanbieterwechsel 2015 sparte 9% mehr als im Vorjahr

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2015 konnten Privatkunden durch den Wechsel des Stromanbieters ihre jährlichen Kosten um durchschnittlich 279 € senken. Das sind 9% mehr als im Jahr 2014 [256 €].

Die Ersparnis der Stromkunden aus den westlichen Bundesländern [281 €] war rund 13% höher als die der Kunden im Osten [245 €]. Mit durchschnittlich 326 € konnten Rheinland- Pfälzer 2015 ihre Strompreise durch den Versorgerwechsel am weitesten senken . Im Saarland reduzierte ein Anbieterwechsel die jährliche Stromrechnung im Schnitt um 321 €, in Nordrhein-Westfalen um 295 €. Am geringsten war die Ersparnis in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Dort ließen sich die Strompreise durchschnittlich nur 223 € bzw. 229 € senken.

Energiekostenquote im Osten Deutschlands 25% höher als im Westen

Laut Berechnungen von Check24 verwendet der Single-Haushalte im Osten Deutschlands im Schnitt 6,15% seiner monatlichen Kaufkraft für Strom und Gas. Damit ist seine Energiekostenquote rund 25% höher als im Westen [4,92%]. Gründe sind die höheren Energiekosten im Osten und die durchschnittlich geringere Kaufkraft.

[Der Bundesdurchschnitt der Energiekostenquote liegt bei 5,1%, monatlich Energiekosten (Strom und Gas) liegen im Schnitt bei 93 €, die durchschnittliche Kaufkraft beträgt 1.823 €.]

Stromrechnung 3-Personen-Haushalt 2010 – 2016

Durchschnittliche monatliche Stromrechnung [Verbrauch 3.500 kWh|Jahr]

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Laut Strompreis-Analyse des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) ist der durchschnittliche Strompreis für einen 3-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen.

Die durchschnittliche monatliche Belastung ist mit knapp 84 € im Vergleich zu 2014 um etwa 1% gesunken, was auf geringere Beschaffungskosten und leicht reduzierte Abgaben zurückzuführen ist.

Der Anteil "Steuern und staatlich veranlasste Abgaben" ist zu Beginn des Jahres 2016 um 2% auf ein neues Rekordhoch von 54% gestiegen. In vielen Versorgungsgebieten wurden die Netzentgelte ebenfalls erhöht, sodass die monatlichen Stromkosten bis Jahresende für Endkunden noch leicht steigen werden.

Entwicklung der EEG-Umlage 2010 – 2017

EEG-Umlage für Haushalts- und Gewerbekunden in Deutschland

Entwicklung der EEG-Umlage
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2017 wird die EEG-Umlage weiter ansteigen. Sie erhöht sich um 0,53 Cent und wird ab 1. Januar 6,88 Cent pro Kilowattstunde betragen [2016: 6,35 Cent]. Das ist ein Zuwachs von 8,3% nach einer Steigerung von 3% in diesem Jahr. Jedes Jahr zum Stichtag 15. Oktober wird die EEG-Umlage für das Folgejahr offiziell bekannt gegeben. Die F.A.Z. nahm diese Meldung bereits am 10.10.2016 vorweg unter Berufung auf die 4 Netzbetreiber.

Zum Zeitpunkt der Berechnung der EEG-Umlage für 2017 war das EEG-Konto mit 1,9 Milliarden Euro im Plus [2015: 2,5 Mrd.]. Der Kontostand ist Teil der Gebührenkalkulation.

Die EEG-Umlage wird im Jahr 2017 mit 6,88 Cent pro Kilowattstunde mehr als 36-mal so hoch sein wie zu ihrer Einführung im Jahr 2000 [0,19 Cent] und 3,4-mal so hoch wie im Jahr 2010 [2,05 Cent].

Mit der EEG-Umlage wird die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gefördert. Die Betreiber von Ökostrom-Anlagen erhalten für jede eingespeiste Kilowattstunde einen gesetzlich festgelegten Betrag.

Die Höhe der EEG-Umlage errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Marktpreis an der Strombörse und dem Vergütungspreis für den Strom, den die Anlagenbetreiber erhalten. Einer der größten Preistreiber der Umlage für Haushalts- und Gewerbekunden sind die gewährten Industrierabatte in Milliardenhöhe.

Entwicklung der Netzentgelte 2010 – 2015

Netzentgelte für Haushaltskunden in Deutschland

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Seit 2010 sind die Netzentgelte um rund 15% gestiegen und kommen damit 2015 auf einen Strompreis-Anteil von 23%.

Dieser Betrag, 6,76 Cent pro Kilowattstunde, wird von den Netzbetreibern für die Durchleitung des Stroms durch ihre Netze erhoben, wobei die Entgelte für Messung und Abrechnung hier bereits enthalten sind. Der dargestellte Wert für die Netzentgelte basiert auf einem Jahreshaushaltsverbrauch von 3.500 Kilowattstunden.

 

Netzentgelte in Deutschland 2015

Kosten für den Stromtransport für private Haushalte

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Bereits die Prognosen ließen erkennen, in welche Richtung sich die Netzentgelte 2015 entwickeln würden - nach oben. Die nun vorliegenden endgültigen Preise bestätigen diesen Trend. Die Transportgebühren für Strom liegen seit dem 1. Januar bei durchschnittlich 6,76 Cent je Kilowattstunde (ct/kWh).
Die Gebühren in den einzelnen Netzgebieten in Deutschland sind sehr unterschiedlich. Während ein westdeutscher Haushalt im Schnitt fast 250 Euro pro Jahr für den Transport seines Stroms bezahlt, werden einem vergleichbaren Haushalt in Ostdeutschland fast 300 Euro berechnet.

Die Zusammensetzung des Strompreises 2015

Durchschnittlicher Strompreis für Haushaltskunden in Deutschland

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Der Strompreis für private Verbraucher betrug zu Beginn des Jahres 2015 durchschnittlich 28,81 Cent pro Kilowattstunde. Das hat es der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) im September ermittelt.

Dieser Verbraucher-Strompreis setzt sich aus 3 Haupt-Bestandteilen zusammen:

25% für Stromerzeugung und Vertrieb, die der Stromanbieter erhält.
52% für staatlich veranlasste Steuern, Abgaben und Umlagen.
 23% für die Nutzung der Stromnetze und den Abrechnungs-Service, die der Netzbetreiber bekommt.

Erläuterungen zu den Preisbestandteilen

Stromsteuer: Teil der Ökosteuer, wurde 1999 zur Förderung klimapolitischer Ziele eingeführt, fließt jetzt aber zu einem großen Teil in die Rentenversicherung.

Umsatzsteuer: Mehrwertsteuer in Höhe von 19% auf alle Preisbestandteile, macht rechnerisch etwa 16% des Brutto-Preises aus.

EEG-Umlage: Umlage zur Förderung der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Der Betreiber einer Ökostrom-Anlage, z.B. Wind oder Sonne, erhält für jede eingespeiste Kilowattstunde eine gesetzlich festgelegte Vergütung, die über dem Marktpreis liegt. Die EEG-Umlage errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Marktpreis und dem garantierten Vergütungspreis des Stroms.

KWK-Umlage: 2002 eingeführte Umlage zur Förderung der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung.

§19 NEV- Umlage: 2012 eingeführte Umlage, um die ermäßigten Netzentgelte für Industrieunternehmen zu finanzieren.

Offshore-Haftungsumlage: 2013 eingeführte und auf 0,25 Cent gedeckelte Umlage zur Finanzierung von Schadensersatzforderungen, die durch Verzögerungen und Ausfälle bei der Netzanbindung von Offshore-Windparks entstehen könnten.

Umlage für abschaltbare Lasten nach §18 AbLaV: 2014 eingeführte Umlage, zur Finanzierung der Stabilität des Stromnetzes bei zu hoher Nachfrage (Überlastung). In einem solchen Fall reduzieren einige energieintensive Unternehmen kurzfristig ihren Verbrauch und erhalten dafür eine Vergütung.

Konzessionsabgabe: von der Kommune erhobenes Wegerecht für den Bau und Betrieb von Leitungen.

Netznutzungsentgelte: Kosten, die vom Netzbetreiber für die Durchleitung des Stroms durch ihre Netze erhoben werden. Davon werden die Kosten für den Aufbau, den Betrieb und die Instandhaltung des Stromnetzes bezahlt. Das deutsche Stromnetz hat übrigens eine Gesamtlänge von rund 1,9 Millionen Kilometern.

So lange arbeiten wir für unseren Strom

Arbeitsstunden pro Jahr für den Stromverbrauch eines 3-Personen-Haushaltes

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Laut BDEW sind die Strompreise in diesem Jahr leicht zurück gegangen, doch ein 3-Personen-Haushalt zahlt derzeit monatlich noch immer 84 Euro [2014: 85 €]. Vergleicht man die Strompreise im Zehnjahres-Verlauf, kann der aktuelle Rückgang die starken Strompreis-Erhöhungen der Vorjahre nicht kompensieren. Ein 3-Personen-Haushalt zahlte 2005 nur etwas über 54 € pro Monat und musste für seinen Jahresstromverbrauch durchschnittlich 56 Stunden arbeiten. 2014 musste der Stromkunde bei gleichem Verbrauch 15 Stunden mehr arbeiten, um die Stromrechnung zu begleichen.

Strompreisentwicklung vs. Lohnentwicklung

Das Durchschnittsgehalt eines Arbeitnehmers* in Deutschland im Jahr 2014 lag bei etwa 14 Euro netto pro Stunde. Das sind gut 20 Prozent mehr als noch 2005. Im selben Zeitraum sind die Stromkosten für einen 3-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden aber um 55 Prozent gestiegen.

Damit sind die Strompreise fast 3 mal so stark gestiegen, wie die Nettolöhne. Ein Arbeitnehmer musste im letzten Jahr daher durchschnittlich etwas mehr als 71 Stunden arbeiten, um die Stromrechnung für seine Familie zu bezahlen.

Die Zahl der Arbeitsstunden hat sich von 2013 auf 2014 verringert, weil die Reallöhne der Beschäftigten in Deutschland durch Lohnzuwächse und die geringe Inflation gestiegen sind. Die Preissteigerungen haben den Lohnanstieg nicht überkompensiert.

Grund für die hohen Energiekosten sind vor allem die in den letzten Jahren stark gestiegenen staatlich veranlassten Preisbestandteile wie Umlagen und Abgaben. So ist allein die EEG-Umlage von 0,69 Cent pro Kilowattstunde in 2005 auf 6,24 Cent pro Kilowattstunde in 2014 gestiegen.

* Bei der Berechnung eines Durchschnittsgehalts finden Branchen- oder Geschlechtsunterschiede sowie regionale Einkommensunterschiede keine Beachtung.

Strompreise für private Haushalte in Deutschland 2015

Jahrespreise für den Grundverssorgertarif und Preisgefälle zum günstigsten Tarif ohne Bonus

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Die Frage „Was kostet Strom in Deutschland?“ wird meist mit dem durchschnittlichen Preis des Grundversorgertarifs beantwortet. Dabei ist das Preisgefälle innerhalb des Bundesgebietes hoch und nur noch 34% der Stromkunden sind im klassischen Grundversorger-Tarif, Tendenz abnehmend. 45% der deutschen Stromkunden haben bereits einen günstigeren Tarif beim Grundversorger und die verbleibenden 21% werden von einem alternativen Anbieter beliefert. [Vertragsstruktur Strom]

Der aktuell veröffentlichte Strompreis von 28,84 Cent je Kilowattstunde ist somit ein Richtwert mit starker Verzerrung.

Seit der Liberalisierung des Strommarktes 1998 hat die Anzahl der Anbieter stark zugenommen, sodass heute laut Verivox 1.105 Versorger um die Gunst der Privatkunden konkurrieren. Pro Postleitzahlengebiet stehen etwa 50 Stromanbieter zur Belieferung mit unterschiedlichsten Preismodellen bereit.

Das Preisgefälle zwischen den angebotenen Tarifen innerhalb eines Postleitzahlengebiets liegt nicht selten in Bereichen zwischen 20 und 30%.
Beispiel Weimar: Hier beträgt der Preisunterschied im Vergleich zwischen dem Grundversorger-Tarif und dem günstigsten Online-Tarif der Stadtwerke Weimar bereits 14%. Die Differenz zu einem seriösen Alternativangebot beträgt aktuell 26% und steigt bis auf 38% für ein Angebot inklusive Neukunden-Bonuszahlung und Preisgarantie.*

Innerhalb Deutschlands ist das Preisgefälle ebenfalls deutlich ausgeprägt. Private Haushalte im Osten müssen weitaus mehr für ihren Strom bezahlen als westdeutsche Stromkunden. Derzeit werden die höchsten Kosten für Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen gemeldet. Über niedrigere Strompreise freuen sich die Kunden in Niedersachsen und Bayern.**
Als Grund für die deutlichen Preisunterschiede werden in erster Linie die unterschiedlich hohen Netzentgelte angeführt, die im Osten Deutschlands im Schnitt 23% teurer sind.

* | ** oben genannte Stromtarife, Stand 01.06.2015

* Weimar, Stromverbrauch 3.500 kWh/Jahr:
1.119 € - Grundversorgertarif HH der Stadtwerke Weimar (Grundpreis 60 €, 30,26 Cent/kWh)
969 € - Online-Tarif der Stadtwerke Weimar (Grundpreis 60 €, 26 Cent/kWh)
833 € - alternativer Tarif ohne Bonus: Grünwelt Energie grünstrom classic (Grundpreis 58 €, 22,16 Cent/kWh, Ökostrom, Preisgarantie)
679 € - alternativer Tarif mit Bonus: ExtraEnergie extra 12 (Grundpreis 140 €, 24,13 Cent/kWh, Bonus 140 €, Preisgarantie)

** Passau und Leipziger Land, Stromverbrauch 3.500 kWh/Jahr:
708 € - Grundversorgertarif Sw Passau (Grundpreis 107 €, 25,94 Cent/kWh)
1.255 € - Grundversorgertarif Sw Borna Leipziger Land (Grundpreis 77 €, 33,67 Cent/kWh)

Was zahlen Sie für Ihren Strom?

Verbraucher, die nicht wissen wie viel sie im Monat für ihren Stromverbrauch zahlen

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Laut Umfrage des Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers halten sich die Deutschen im Allgemeinen für gut informiert, was ihre Stromkosten betrifft. Dabei weiß jeder sechste Deutsche nicht, wie viel er für seinen Stromverbrauch ausgibt. Der Informationsstand hängt hier stark vom Alter der Befragten ab.

Ein Drittel der Befragten unter 30 Jahren weiß nicht, wie viel sie für Strom ausgeben. Bei der Generation 60plus sind es nur 12%.

Misst man das Stromwissen nach Geschlecht, haben die Frauen die Nase vorn, denn hier kennen nur 13% Ihre Stromausgaben nicht. Bei den Männern sind es 5% mehr.

Daten: PricewaterhouseCoopers

Entwicklung Strom- und Erzeugerpreise 2006 – 2014

Entwicklung der Strompreise und der Kosten für Stromerzeugung & Vertrieb

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Die Erzeugerpreise, die 2013 noch bei 8,34 Cent pro Kilowattstunde lagen, sind in 2014 um 0,48 Cent auf 7,86 Cent gesunken und bestehen aus zwei Preisbestandteilen. Zum einen sind das die Kosten für die Stromproduktion im eigenen Kraftwerk oder für den Einkauf an der Strombörse, zum anderen die Kosten für den Vertrieb. Die genaue Kalkulation kann beim jeweiligen Stromanbieter angefordert werden.

Stromeinkauf an der Börse

Aufgrund des wachsenden Anteils der erneuerbaren Energien am Strommix sind die Börsenstrompreise am Spotmarkt in Deutschland stark gefallen (IWR). 2014 sank der Preis für die Kilowattstunde auf ein Rekordtief von durchschnittlich 3,3 Cent und machte damit kaum mehr als ein Zehntel des Verbraucherpreises aus.

Entwicklung der Strompreise und der Steuern

Entwicklung der Strompreise und der staatlich veranlassten Preisbestandteile

Statistik Entwicklung der Strompreise und der Steuern
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Der Anteil der Steuern, Umlagen und Abgaben am Strompreis hat für private Verbraucher 2014 ein neues Rekordhoch erreicht. Mussten die Stromkunden vor 9 Jahren noch 7,74 Cent pro Kilowattstunde für die staatlich veranlassten Preisbestandteile bezahlen, hat sich dieser Betrag mittlerweile auf 15,26 Cent fast verdoppelt und macht für Haushaltskunden jetzt mehr als die Hälfte des Strompreises aus. Der am stärksten gewachsene Preisbestandteil ist dabei die EEG-Umlage.

Entwicklung der Strompreise und Anzahl der Stromsperren

Anstieg der Stromsperren seit 2011 um 10 Prozent

Statistik Entwicklung der Strompreise und Anzahl der Stromsperren
Strompreise, Stromsperren

Die Bundesnetzagentur befragt seit 2011 Netzbetreiber und Stromlieferanten zu den durchgeführten Versorgungsunterbrechungen, denn nach der Stromgrundversorgungs-Verordnung (§ 19 Abs. 2 StromGVV) hat ein Grundversorger bei Stromschulden von mindestens 100 Euro das Recht, die Versorgung zu unterbrechen. So eine Stromsperre muss aber vorher angekündigt werden. Die Versorgungsunternehmen gaben an, 2013 knapp sieben Mio. Sperrungen gegenüber Haushaltskunden angedroht zu haben. Tatsächlich durchführt wurden 344.798 Unterbrechungen. Damit haben die Stromsperren im Vergleich zu 2011 gut 10% zugelegt.

Stromfresser unterm Weihnachtsbaum

72% der Deutschen verschenken Elektronik, Anteil der Geräte und ihr Stromverbrauch

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Elektronik steht auch in diesem Jahr wieder auf vielen Wunschzetteln. Insgesamt planen laut Bitkom 72% der Deutschen in der Weihnachtszeit den Kauf eines neuen Gerätes aus den Bereichen Unterhaltung oder Kommunikation. Neben den hohen Anschaffungskosten erweisen sich einige Geräte als wahre Stromfresser.

Tablets und Smartphones sind die begehrteste Anschaffung zum Fest, die jeder Dritte sich selbst oder seinen Lieben unter den Baum legt. Der Stromverbrauch der kleinen Alleskönner hält sich in Grenzen. Bei täglich 2 Stunden Nutzung des Tablets entstehen 5,70 € Stromkosten pro Jahr. Läuft das Smartphone 10 Stunden am Tag, summiert sich der Strom auf 10,34 €.

Im Geschenke-Ranking erreicht die Smartwatch erstmals die 14%, gefolgt vom E-Book-Reader mit 12%. Beide Anschaffungen sind ebenfalls keine Stromschleudern. Für 2-stündigen Lesegenuss pro Tag oder 10 Stunden Smartwatch-Betrieb werden am Ende des Jahres jeweils nur etwa 1 € auf der Stromrechnung stehen.

Unter den Top 5 der beliebtesten Digitalgeräte zu Weihnachten sind auch die Spielkonsolen [18%] und die treiben die Stromkosten in die Höhe. 2 Stunden Playstation pro Tag kosten schon knapp 30 € im Jahr. Der Stand-by-Modus schlägt noch einmal mit fast 20 € zu Buche.
Ebenfalls begehrt sind Flachbildfernsehers. 7% der Befragten planen die Anschaffung eines neuen Gerätes. Für 2 Stunden Fernsehvergnügen mit einem energieeffizienten LED-Gerät kommen im Lauf eines Jahres rund 13,50 Euro an Stromkosten zusammen.

Berechnug

Der Stromverbrauch wurde für die aufgeführten Beispielgeräte für eine Nutzungsdauer von 2 Stunden pro Tag mit dem aktuellen Durchschnitts-Strompreis von 29 Cent je Kilowattstunde errechnet. Für Smartphone und Smartwatch wurde eine Nutzung von 10 Stunden pro Tag zugrunde gelegt. Die Werte für den Stromverbrauch basieren auf den Herstellerangaben für einen "normalen" Gebrauch.