2016-05-27
Strompreise

Strompreis 2016, Zusammensetzung Strompreis

Strompreise 2006 bis 2016

Strom Preiserhöhung 2016

Strompreise, Ersparnis, Stromanbieterwechsel

Statistik - Strompreise

Strompreisentwicklung und Entwicklung des Durchschnittsgehälter in Deutschland, Energie-Statistik Arbeitsstunden

Erhöhung der Strompreise, Preiserhöhungsschreiben

Statistik, Entwicklung der Strompreise und Erzeugerpreise

Entwicklung der EEG-Umlage

Statistik Entwicklung der Netzentgelte

Strompreise in Europa Statistik

Strompreise in Deutschland

Der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte ist seit der Jahrtausendwende von 13,94 auf 28,69 Cent pro Kilowattstunde gestiegen. Dies entspricht einer Steigerung von 106% beziehungsweise 7% pro Jahr. In diesen 28,69 Cent sind die Kosten für Stromerzeugung, Transport und alle Steuern und Abgaben enthalten.

Die Steuern, Abgaben und Umlagen haben sich seit 2000 fast verdreifacht [von 5,19 auf 15,51 Cent]. Insgesamt machen die staatlichen Belastungen heute mehr als die Hälfte des Strompreises aus [54%]. Auf Netzentgelte entfallen 25% und die verbleibenden 21% bekommt der Stromanbieter für die Stromerzeugung.

Im ersten Jahresdrittel erhöhten 219 Stromanbieter die Strompreise um durchschnittlich 2,8%. Betroffen sind 17 Millionen Haushalte. Weitere Preisanpassungen um Ø 3,15% werden im Mai und Juni erwartet.  

Zum Anstieg der Strompreise 2016 tragen einerseits steigende Netzentgelte bei, die von den Betreibern erhoben werden. Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft [BDEW] waren diese Gebühren im Januar 4,7% höher als 12 Monate zuvor. Zum anderen macht sich die jährliche Anpassung der EEG-Umlage bemerkbar, die in diesem Januar von 6,17 auf 6,35 Cent je Kilowattstunde erhöht wurde; das entspricht einem Anstieg um 3%. Teilweise aufgefangen wurde die Verteuerung Anfang 2016 teilweise dadurch, dass Strom an den Börsen billiger gehandelt wurde. Die Kosten für Beschaffung und Vertrieb von Strom lagen knapp 13% unter dem Vorjahresschnitt und so niedrig wie zuletzt 2007. [BDEW]

Die Zusammensetzung des Strompreises 2016

Durchschnittlicher Strompreis für Haushaltskunden in Deutschland

Strompreis 2016, Zusammensetzung Strompreis
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Der Strompreis für private Verbraucher lag Anfang 2016 bei durchschnittlich 28,69 Cent pro Kilowattstunde und ist damit im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Das hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. [BDEW] für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden ermittelt.

Dieser Verbraucher-Strompreis setzt sich aus 3 Haupt-Bestandteilen zusammen:

21,3% für Stromerzeugung und Vertrieb, die der Stromanbieter erhält.
54,1% für staatlich veranlasste Steuern, Abgaben und Umlagen.
 24,6% für die Nutzung der Stromnetze, die der Netzbetreiber bekommt.

Die staatlichen Belastungen haben 2016 mit einem Anstieg auf 54,1% ein neues Rekordhoch erreicht [+2% zu 2015].Der größte Kostenblock ist mit 22,1% die EEG-Umlage. Steuern, Abgaben und Umlagen sind in den letzten 10 Jahren von 7,7 Cent auf 15,5 Cent gestiegen und haben sich damit mehr als verdoppelt.

Der Anteil, den der Stromanbieter für die Stromerzeugung erhält, ist in diesem Jahr auf 21,3% gesunken. Die Kosten haben sich aufgrund niedrigerer Preise an den Strombörsen um mehr als 3% zum Vorjahreswert verringert.

Die Netzentgelte erreichen aktuell einen Anteil von knapp 24,6%. Die Steigerung um mehr als 1% ist auf den im Rahmen der Energiewende erforderlichen Netzausbau zurückzuführen.

Erläuterungen zu den Preisbestandteilen

Stromsteuer: Teil der Ökosteuer, wurde 1999 zur Förderung klimapolitischer Ziele eingeführt, fließt jetzt aber zu einem großen Teil in die Rentenversicherung.

Umsatzsteuer: Mehrwertsteuer in Höhe von 19% auf alle Preisbestandteile, macht rechnerisch etwa 16% des Brutto-Preises aus.

EEG-Umlage: Umlage zur Förderung der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Der Betreiber einer Ökostrom-Anlage, z.B. Wind oder Sonne, erhält für jede eingespeiste Kilowattstunde eine gesetzlich festgelegte Vergütung, die über dem Marktpreis liegt. Die EEG-Umlage errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Marktpreis und dem garantierten Vergütungspreis des Stroms.

KWK-Umlage: 2002 eingeführte Umlage zur Förderung der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung.

§19 NEV- Umlage: 2012 eingeführte Umlage, um die ermäßigten Netzentgelte für Industrieunternehmen zu finanzieren.

Offshore-Haftungsumlage: 2013 eingeführte und auf 0,25 Cent gedeckelte Umlage zur Finanzierung von Schadensersatzforderungen, die durch Verzögerungen und Ausfälle bei der Netzanbindung von Offshore-Windparks entstehen könnten.

Konzessionsabgabe: von der Kommune erhobenes Wegerecht für den Bau und Betrieb von Leitungen.

Netznutzungsentgelte: Kosten, die vom Netzbetreiber für die Durchleitung des Stroms durch ihre Netze erhoben werden. Davon werden die Kosten für den Aufbau, den Betrieb und die Instandhaltung des Stromnetzes bezahlt. Das deutsche Stromnetz hat übrigens eine Gesamtlänge von rund 1,9 Millionen Kilometern.

Strompreisentwicklung private Haushalte 2006 – 2016

Strompreise für private Haushalte beim Verbrauch von 3.500 kWh|Jahr

Strompreise 2006 bis 2016
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Die Strompreise für private Haushalte befinden sich seit Jahren im Aufwärtstrend und hatten 2014 das Rekordhoch von 29,14 Cent pro Kilowattstunde [Cent|kWh] erreicht. Laut Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) lag der Strompreis Anfang 2016 bei durchschnittlich 28,69 Cent|kWh. Bis Ende des Jahres ist mit einem Anstieg des Preisniveaus zu rechnen, da wegen der zur Jahreswende gestiegenen Netzentgelte und EEG-Umlage bereits im 1. Quartal 2016 beinahe jeder vierte Grundversorger [219] die Preise um Ø 2,8% erhöhte.

Seit der Jahrtausendwende ist der Strompreis von 13,94 auf 28,69 Cent pro Kilowattstunde gestiegen. Dies entspricht einer Steigerung von 106% beziehungsweise 7% pro Jahr. Zu Beginn der Wirtschaftskrise Ende 2008 fielen die Einkaufspreise für Strom an der Börse deutlich und die zunehmende Menge an Strom aus erneuerbaren Energien ließ den Großhandelspreis weiter sinken. Laut Statistischem Bundesamt profitierten die Privathaushalte aber nicht von den sinkenden Preisen. Der Strom wurde nach Juli 2008 sogar noch einmal um 36% teurer.

Strompreiserhöhungen in Deutschland 2016

Preiserhöhungen der Grundversorger privater Stromkunden Jan-Apr 2016

Strom Preiserhöhung 2016
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Das erste Quartal 2016 nutzten 180 der knapp 900 Grundversorger für Strompreiserhöhungen. Weitere Stromanbieter ziehen am 01. April nach, darunter auch die großen Stromkonzerne Vattenfall und E.ON.
Insgesamt erhöhen 219 Stromanbieter um durchschnittlich 2,8%. Betroffen sind 17 Millionen Haushalte. Die Spanne der Preiserhöhungen ist hoch, der Spitzenwert liegt aktuell bei 14,2% in Niedersachsen. Auf dem 2. Platz folgt E.ON mit 11,6% in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Die Versorger führen für die Preiserhöhungen zwei Gründe an: Die gestiegene EEG-Umlage und die höheren Netzentgelte.
Für einen 3-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden bedeutet das im Schnitt Mehrkosten von 28 € im Jahr.

Diese Anbieter erhöhen oder senken die Strompreise

Strompreisanalysen der Vergleichsportale

TopTarif: Strompreise in der Grundversorgung klettern auf Rekordhoch

Berlin, 26. April 2016: Das durchschnittliche Preisniveau der Grundversorgung in Deutschland erreichte im April sein Allzeithoch. Nachdem Verbraucher sich noch im letzten Jahr über kurzzeitige Entlastungen freuen konnten, stiegen die Preise der Grundversorgungstarife in den letzten sechs Monaten wieder um durchschnittlich 1,3 Prozent auf das jetzige Rekordniveau von 30,27 Cent pro Kilowattstunde (kWh) – so hoch wie noch nie. Trotz dieser Preisentwicklung bezieht noch immer ein Drittel der Verbraucher Strom im Grundversorgungstarif ihres örtlichen Versorgers.
„Verbraucher, die zum günstigsten Anbieter wechseln, sparen im April durchschnittlich mehr als 30 Prozent. Das sind bei einer kleinen Familie über 400 Euro im Jahr“, erklärt Klaus Hufnagel, Geschäftsführer des Vergleichsportals TopTarif.

Ersparnis durch den Stromanbieterwechsel 2015

Stromanbieterwechsel 2015 sparte 9% mehr als im Vorjahr

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2015 konnten Privatkunden durch den Wechsel des Stromanbieters ihre jährlichen Kosten um durchschnittlich 279 € senken. Das sind 9% mehr als im Jahr 2014 [256 €].

Die Ersparnis der Stromkunden aus den westlichen Bundesländern [281 €] war rund 13% höher als die der Kunden im Osten [245 €]. Mit durchschnittlich 326 € konnten Rheinland- Pfälzer 2015 ihre Strompreise durch den Versorgerwechsel am weitesten senken . Im Saarland reduzierte ein Anbieterwechsel die jährliche Stromrechnung im Schnitt um 321 €, in Nordrhein-Westfalen um 295 €. Am geringsten war die Ersparnis in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Dort ließen sich die Strompreise durchschnittlich nur 223 € bzw. 229 € senken.

Energiekostenquote im Osten Deutschlands 25% höher als im Westen

Laut Berechnungen von Check24 verwendet der Single-Haushalte im Osten Deutschlands im Schnitt 6,15% seiner monatlichen Kaufkraft für Strom und Gas. Damit ist seine Energiekostenquote rund 25% höher als im Westen [4,92%]. Gründe sind die höheren Energiekosten im Osten und die durchschnittlich geringere Kaufkraft.

[Der Bundesdurchschnitt der Energiekostenquote liegt bei 5,1%, monatlich Energiekosten (Strom und Gas) liegen im Schnitt bei 93 €, die durchschnittliche Kaufkraft beträgt 1.823 €.]

Entwicklung der Strompreise und Anzahl der Stromsperren

Anstieg der Stromsperren seit 2011 um 12,7 Prozent

Statistik Entwicklung der Strompreise und Anzahl der Stromsperren
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Die Zahl der Stromsperren ist 2014 auf den Höchstwert von 351.802 Fällen gestiegen. Das waren 7004 Stromsperren oder 2% mehr Unterbrechungen als im Jahr zuvor. Seit 2011 ist ein Anstieg bei den Stromsperren um 12,7% zu verzeichnen. Als Hauptgrund für die immer größere Zahl der Unterbrechungen wird der stark gestiegene Strompreis genannt, der im selben Zeitraum 15,5% zugelegt hat. Seit der Jahrtausendwende haben sich die Kosten für Verbraucher bereits fast verdoppelt.

Die Bundesnetzagentur befragt erst seit 2011 Netzbetreiber und Stromlieferanten zu den durchgeführten Versorgungsunterbrechungen, denn nach der Stromgrundversorgungs-Verordnung (§ 19 Abs. 2 StromGVV) hat ein Grundversorger bei Stromschulden von mindestens 100 Euro das Recht, die Versorgung zu unterbrechen. So eine Stromsperre muss vorher angemahnt und angekündigt werden. 6,3 Millionen Mahnverfahren wurden 2014 so weit verfolgt, dass die Lieferanten ankündigten, den Strom abzustellen. 2013 hatte es rund 7 Millionen solcher Androhungen gegeben.

Die Stromkonzerne dürfen auch in Zukunft den Strom in Privathaushalten sperren - wenn die Kunden nicht zahlen. Dies beschloss der Bundestag im Dezember 2015, in dem er einen Antrag der Fraktion Die Linke, Stromsperren gesetzlich zu verbieten, mit großer Mehrheit ablehnte.

Stromrechnung 3-Personen-Haushalt 2010 – 2016

Durchschnittliche monatliche Stromrechnung [Verbrauch 3.500 kWh|Jahr]

Statistik - Strompreise
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Laut Strompreis-Analyse des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) ist der durchschnittliche Strompreis für einen 3-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen.

Die durchschnittliche monatliche Belastung ist mit knapp 84 € im Vergleich zu 2014 um etwa 1% gesunken, was auf geringere Beschaffungskosten und leicht reduzierte Abgaben zurückzuführen ist.

Der Anteil "Steuern und staatlich veranlasste Abgaben" ist zu Beginn des Jahres 2016 um 2% auf ein neues Rekordhoch von 54% gestiegen. In vielen Versorgungsgebieten wurden die Netzentgelte ebenfalls erhöht, sodass die monatlichen Stromkosten bis Jahresende für Endkunden noch leicht steigen werden.

So lange arbeiten wir für unseren Strom

Arbeitsstunden pro Jahr für den Stromverbrauch eines 3-Personen-Haushaltes

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Laut BDEW sind die Strompreise in diesem Jahr leicht zurück gegangen, doch ein 3-Personen-Haushalt zahlt derzeit monatlich noch immer 84 Euro [2014: 85 €]. Vergleicht man die Strompreise im Zehnjahres-Verlauf, kann der aktuelle Rückgang die starken Strompreis-Erhöhungen der Vorjahre nicht kompensieren. Ein 3-Personen-Haushalt zahlte 2005 nur etwas über 54 € pro Monat und musste für seinen Jahresstromverbrauch durchschnittlich 56 Stunden arbeiten. 2014 musste der Stromkunde bei gleichem Verbrauch 15 Stunden mehr arbeiten, um die Stromrechnung zu begleichen.

Strompreisentwicklung vs. Lohnentwicklung

Das Durchschnittsgehalt eines Arbeitnehmers* in Deutschland im Jahr 2014 lag bei etwa 14 Euro netto pro Stunde. Das sind gut 20 Prozent mehr als noch 2005. Im selben Zeitraum sind die Stromkosten für einen 3-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden aber um 55 Prozent gestiegen.

Damit sind die Strompreise fast 3 mal so stark gestiegen, wie die Nettolöhne. Ein Arbeitnehmer musste im letzten Jahr daher durchschnittlich etwas mehr als 71 Stunden arbeiten, um die Stromrechnung für seine Familie zu bezahlen.

Die Zahl der Arbeitsstunden hat sich von 2013 auf 2014 verringert, weil die Reallöhne der Beschäftigten in Deutschland durch Lohnzuwächse und die geringe Inflation gestiegen sind. Die Preissteigerungen haben den Lohnanstieg nicht überkompensiert.

Grund für die hohen Energiekosten sind vor allem die in den letzten Jahren stark gestiegenen staatlich veranlassten Preisbestandteile wie Umlagen und Abgaben. So ist allein die EEG-Umlage von 0,69 Cent pro Kilowattstunde in 2005 auf 6,24 Cent pro Kilowattstunde in 2014 gestiegen.

* Bei der Berechnung eines Durchschnittsgehalts finden Branchen- oder Geschlechtsunterschiede sowie regionale Einkommensunterschiede keine Beachtung.

So nennen Energieversorger Ihre Preiserhöhungen

Konkrete Formulierungen in den Mitteilungen zur Preiserhöhung für 2013

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Angesichts der seit Jahren steigenden Strompreise hat Professorin Dr. Doréen Pick von der FU Berlin die Informationsbriefe deutscher Energieversorger untersucht, um herauszufinden wie Preiserhöhungen mitgeteilt werden.

Analysiert wurden 97 Kundenanschreiben, die zwischen November 2012 und Februar 2013 von bundesweit und regional operierenden Energieversorgern verschickt wurden.

Im Jahr 2013 betrug die Teuerungsrate für Verbraucher 11%. Diese Kostensteigerung zum Jahreswechsel motivierte innerhalb von 4 Monaten knapp 2 Millionen Verbraucher zum Wechsel ihres Stromanbieters. [3,6 Mio im ganzen Jahr]

Laut FU-Studie wird die Preiserhöhung so gut es geht verschleiert, statt transparent zu erklären, wie es zu der Erhöhung kommt. 9 von 10 Versorgern vermieden es, im Betreff klar und deutlich auf einen Anstieg der Preise hinzuweisen. Bevorzugt wurden Begriffe wie „Preisinformation“ oder „Jahresinformation“ verwendet. Etwas mehr als die Hälfte der Anbieter kündigte „Preisveränderungen“ an.

Die Verfasser der Studie entdeckten in den Kundenanschreiben eine Reihe Verschleierungsmechanismen, die das Ausmaß der Preissteigerungen im Unklaren ließen. 40% der Unternehmen informierten ausschließlich über den zukünftigen Preis, ohne Angaben zum aktuellen Tarif des Kunden zu machen oder die Differenz zum Vorjahr anzugeben. Die Unternehmen, die Informationen zur Preisveränderung lieferten, vermieden es bewusst, Prozentangaben zu verwenden, da diese negativer wahrgenommenen werden als absolute Beträge. Die Werte wurden zudem in Cent pro Kilowattstunde angegeben, ohne einen Zeitrahmen zu nennen, wie zum Beispiel "Mehrkosten pro Monat oder Jahr".

6% der Energieanbieter verzichten sogar darauf, Angaben zum Grund für die Preisanpassung zu machen, obwohl den Versorgern bekannt sein sollte, dass unbegründete Preiserhöhungen angefochten werden können.

Entwicklung Strom- und Erzeugerpreise 2006 – 2014

Entwicklung der Strompreise und der Kosten für Stromerzeugung & Vertrieb

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Die Erzeugerpreise, die 2013 noch bei 8,34 Cent pro Kilowattstunde lagen, sind in 2014 um 0,48 Cent auf 7,86 Cent gesunken und bestehen aus zwei Preisbestandteilen. Zum einen sind das die Kosten für die Stromproduktion im eigenen Kraftwerk oder für den Einkauf an der Strombörse, zum anderen die Kosten für den Vertrieb. Die genaue Kalkulation kann beim jeweiligen Stromanbieter angefordert werden.

Stromeinkauf an der Börse

Aufgrund des wachsenden Anteils der erneuerbaren Energien am Strommix sind die Börsenstrompreise am Spotmarkt in Deutschland stark gefallen (IWR). 2014 sank der Preis für die Kilowattstunde auf ein Rekordtief von durchschnittlich 3,3 Cent und machte damit kaum mehr als ein Zehntel des Verbraucherpreises aus.

Entwicklung der EEG-Umlage 2010 – 2016

EEG-Umlage für Haushaltskunden in Deutschland

Entwicklung der EEG-Umlage
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Mit der EEG-Umlage wird die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gefördert. Die Betreiber von Ökostrom-Anlagen erhalten für jede eingespeiste Kilowattstunde einen gesetzlich festgelegten Betrag.

Die Höhe der EEG-Umlage errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Marktpreis an der Strombörse und dem Vergütungspreis für den Strom, den die Anlagenbetreiber erhalten.

Jedes Jahr zum Stichtag 15. Oktober wird die EEG-Umlage für das Folgejahr bekannt gegeben. 2016 wird die Umlage wieder ansteigen, nachdem sie 2015 erstmals seit ihrer Einführung leicht gesunken ist. Sie erhöht sich 2016 um 0,18 Cent und wird ab 1. Januar 6,35 Cent pro Kilowattstunde betragen [2015: 6,17 Cent]. Das ist ein Plus von 3% nach einer Reduktion von 1,13% im vergangenen Jahr.
Zum Zeitpunkt der Berechnung der EEG-Umlage für 2016 erreichte das EEG-Konto den Kontostand von 2,5 Milliarden Euro [Vorjahreswert 1,38 Mrd. Euro].

Als Gründe für den Anstieg der Umlage werden steigende Ausgaben angeführt. 2 Faktoren treiben die Kosten: Die 2015 neu ans Netz gegangenen Offshore-Windparks und die gefallenen Preise an der Strombörse.

Die EEG-Umlage wird im Jahr 2016 mit 6,35 Cent pro Kilowattstunde mehr als 33-mal so hoch sein wie zu ihrer Einführung im Jahr 2000 und dreimal so hoch wie im Jahr 2010.

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Entwicklung der Netzentgelte 2010 – 2016

Netzentgelte für Haushaltskunden in Deutschland: 24,6% Anteil am Strompreis

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Der dritte wichtige Bestandteil [24,6%] des Strompreises für private Haushalte sind die Netzentgelte. Sie werden von den Netzbetreibern für den Bau, Betrieb und die Instandhaltung der Stromnetze erhoben. Bezahlt werden sie von den Stromanbietern, die wiederum die Kosten an ihre Kunden weitergeben. Die Netzentgelte liegen 2016 im Durchschnitt 5,7% über dem Vorjahresniveau. Grund für diese Steigerung ist der erforderliche Aus- und Umbau der Stromnetze. Je nach Region können die zu zahlenden Netzentgelte stark variieren. Vor allem in den nördlichen und östlichen Bundesländern mit hohem Windkraftpotential werden weiterhin hohe Steigerungsraten erwartet. Firmen mit einem hohen Stromverbrauch (~ 10 Mio. kWh) sind seit 2011 von den Netzentgelten befreit, was den Strom für alle anderen Verbraucher verteuert. Seit 2011 sind die Netzentgelte um 23% gestiegen. Der in der Grafik dargestellte Wert für die Gebühren basiert auf einem Jahreshaushaltsverbrauch von 3.500 Kilowattstunden.

Laut IWR ist der Anstieg der Netzentgelte nicht ausschließlich - wie oft berichtet wird - auf den Ausbau der erneuerbaren Energien zurückzuführen. Die Investitionen in die Netze wurden von den Stromtransporteuren zwischen 1993 und 2003 um über 50% gedrosselt. Während im Jahr 1993 noch rund 4 Mrd. Euro in die Stromnetze investiert wurden, gingen die Investitionen in den folgenden Jahren immer weiter zurück, bis sie 2003 mit 1,7 Mrd. Euro den Tiefpunkt erreichten. Die Folge dieser Entwicklung ist ein hoher Modernisierungsbedarf bei den Stromnetzen. Die Investitionen steigen erst seit 2004 wieder und der entstandene Investitionsstau in die Netze löst sich langsam auf. Das Investitions-Niveau von 1993 haben die Netzbetreiber erst 20 Jahre später - im Jahr 2013 - wieder erreicht.

Strompreise in Europa 2014

Strompreise für Privathaushalte inkl. Steuern und Gebühren [bis 5.000 kWh]

Strompreise in Europa Statistik
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Die deutschen Strompreise liegen mit 29,8 Cent pro Kilowattstunde (Cent/kWh) im Vergleich weit über dem europäischen Durchschnitt (20,4 Cent/kWh). Den ersten Platz des Eurostat Rankings belegt Dänemark, denn dort zahlen die Verbraucher mit 30,4 Cent/kWh noch etwas mehr.
Der europäischen Statistik zufolge zahlen Stromkunden in Deutschland mehr als doppelt so viel wie ihre polnischen Nachbarn (14,2 Cent/kWh). Gemessen am verfügbaren Einkommen wurden die Menschen in Griechenland besonders stark zur Kasse gebeten. Der Strom kostete hier im Vergleich zum Vorjahr 13 % mehr. Die Stromkunden in Großbritannien mussten mit 10,2 % den zweithöchsten Strompreisanstieg in der EU hinnehmen. In einigen Ländern Europas sind die Preise auch gesunken. Spitzenplätze nehmen hier die Tschechische Republik (minus 15,9 %), Ungarn (14,0 %) und Norwegen (13,4 %) ein. In Serbien ist die Kilowattstunde mit 6,0 Cent im europäischen Vergleich am günstigsten.

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Electricity prices in Europe

German electricity prices are very high compared to the European average (20,4 cents/kWh). While 29.8 Cents per Kilowatt-hour seems a lot, it is not enough to head the list. Regarding electricity bills, Denmark is the most expensive country in Europe (30.4 cents/kWh). Eurostat

People in Greece had to pay through the nose for electricity in proportion to their income. Prices have been going up more than 13% during the last year. The UK reported at 10.2% the second highest increase in the EU.

Prices have fallen in many countries in the past month - particularly in Central and Eastern Europe. In the Czech Republic prices were reduced by 15,9 % and Hungary cut the prices by 14,0 %.

 

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