Daten, Fakten & Meinungen zur Windkraft, Stand 2021

Windenergie in Deutschland

Deutschland hat mit 62.708 Megawatt in Europa die meiste Windleistung installiert. Ende des Jahres 2020 lieferten hierzulande 31.109 Windkraftanlagen etwa 27% des in Deutschland erzeugten Stroms. Der Wind leistete mit fast 131,7 Terawattstunden Ökostrom insgesamt den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und produzierte knapp 4,7% mehr als im letzten Jahr. Mit dem letztjährigen Ergebnis [2020] festigte der Wind seine Position als wichtigste Energiequelle im deutschen Strommix, denn die hiesigen Windräder produzierten weit mehr Strom als jede konventionelle Quelle und sogar mehr als Braun- und Steinkohle-Kraftwerke zusammen [118 THW]. Im Jahr 2019 wurden rund 89 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente durch die Nutzung von Windenergie vermieden.

Im Dossier finden Sie Infografiken mit Zahlen, Meinungen und Fakten zum Windenergie-Markt in Deutschland und der Wind-Branche.
Die Infografiken stehen unter der Creative Commons Lizenz zur freien Verfügung.

Zahlen zu Windenergie-Zubau und Stromerzeugung
JahrZubau Land und SeeStromerzeugung
2021N.A.82 TWH | SEPT 2021
20201650 MW132 TWH
20192189 MW126 TWH
20183371 MW111 TWH
20176584 MW106 TWH
20165.443 MW79,8 TWH
20155.818 MW79,2 TWH
20145.278 MW57,3 TWH
20133.327 MW51,7 TWH
20122.415 MW50,7 TWH
20112.085 MW48,9 TWH
20101.551 MW37,8 TWH

Windenergie in Zahlen: Entwicklung bis 2021

 31.109Windkraftanlagen
Installationen in Deutschland [1.1.2021]
 27Prozent
Anteil an der deutschen Stromerzeugung 2020
 62.708Megawatt
installierte Gesamtleistung in Deutschland [kumuliert]
 1.650Megawatt
neu installierte Leistung 2020
 131,7 Mrd. kWh
produzierter Windstrom 2020
 20,6 Mrd. kWh
Windstromertrag des Spitzenmonats Februar 2020
 89Mio. Tonnen
Einsparung des Klimagases CO2 im Jahr 2019
 11,7Mrd. kWh
produzierter Windstrom Jan. 2021 = 25% STROMMIX

Windenergie in Deutschland 2020

Zahlen zu Windenergie-Zubau, Stromerzeugung, Arbeit, Investitionen und vermiedenen CO2-Emissionen

Ende 2020 lieferten 31.109 Windkraftanlagen an Land und auf See gemeinsam 27% des in Deutschland erzeugten Stroms. Der Wind leistete mit fast 131,7 Terawattstunden [Mrd. kWh] insgesamt den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und hätte damit rechnerisch 37,6 Millionen deutsche Haushalte* mit Strom versorgen können. Im weltweiten Vergleich liegt Deutschland mit 9,4% der installierten Leistung auf Platz 3 hinter China [36%] und den USA [16%]. In Europa hat Deutschland mit etwas mehr als 30% die meiste Windenergie-Leistung installiert.

Ausbau der Windenergie in Deutschland

Gesamtleistung neu installierter Anlagen in Deutschland 2020, On- und Offshore

Entwicklung Windenergie Zubau Installationen

Der Windenergieausbau in Deutschland erreichte vor der Einführung des Ausschreibungsmodels 2017 jährlich Spitzenwerte. Seitdem ist der Zubau dramatisch zurückgegangen. Gemäß den von der Deutschen WindGuard ermittelten Zahlen sanken die Neuinstallationen 2020 um 75% gegenüber 2017. Es wurden an Land 420 neue Windenergieanlagen [WEA] mit einer Leistung von insgesamt 1.431 Megawatt [MW] installiert und auf See 32 Offshore- Windenergieanlagen [OWEA] mit einer Leistung von 219 MW.

Gemeinsam wurden an Land und auf See im vergangenen Jahr 452 Windräder mit einer Leistung von 1.650 MW an das deutsche Stromnetz angeschlossen. Der dem Jahr 2020 zugerechnete Gesamtzubau liegt 25% unter dem Vorjahresniveau.

Die von der WindGuard ermittelten Zahlen berücksichtigen auch die 102 an Land installierten Repowering-Anlagen mit einer Leistung von 339 MW. [Eine Repowering-Anlage ist ein Windrad, für dessen Errichtung ein altes in Landkreisnähe abgebaut wurde.]

Ausbauziele Windenergie bis 2030

windenergie ausbau ziel 2030

Das zum Jahresende 2020 verabschiedete EEG 2021 sieht bis 2030 für die Windenergie an Land ein Ausbauziel von 71 Gigawatt vor [71.000 MW]. Gemeinsam mit dem im Windenergie-auf-See-Gesetz [WindSeeG] gesetzten Ziel von zusätzlichen 20 Gigawatt Offshore- Wind soll sich der Anlagenbestand in Deutschland somit auf 91 Gigawatt im Jahr 2030 erhöhen.
Um dieses wenig ambitionierte Ziel zu erreichen, wäre eine Steigerung von nur 45% in den nächsten 10 Jahren erforderlich, doch selbst dieser Zubau [2.829 MW p.a.] gestaltet sich unter den geltenden Rahmenbedingungen schwierig.
Das BMWi ist trotzdem mit sich zufrieden: “Mit dem aktuellen Erneuerbaren Energien Gesetz“ habe man „ein klares Zukunftssignal für mehr Klimaschutz und mehr Erneuerbare Energie“ gesetzt.

[Anm. d. Red. Im Vergleich zu heute ist laut Studie von Fraunhofer ISE für die Erreichung der deutschen Klimaziele 2030 ein durchschnittlicher jährlicher Zubau von 7,4–8,4 GW bei der Windenergie an Land und weitere 1,4–1,7 GW auf See nötig.]

Realität in der Windbranche: Ausschreibungspflicht, Abstandsregeln, Klagen

In der Realität gestaltet sich selbst die Umsetzung kleiner Zubaumengen schwierig. Die Summe politischer Entscheidungen, wie die Einführung der Ausschreibungspflicht, die strikten Begrenzungen des jährlichen Zubaus, die Kürzungen der Vergütungssätze oder die hohen Abstandsregeln, haben zu einem Einbruch in der Windbranche geführt. Zudem verhindern erschwerte Genehmigungsverfahren und anschließende Klageprozesse die Umsetzung der Projekte. Bundesweit wurden 2020 rund 770 Windräder genehmigt, rund 40% weniger als 2015. In Norddeutschland gab es im vergangenen Jahr zwar einen leichten Aufwärtstrend, doch im Süden wurde ein Tiefststand bei den Genehmigungen erreicht.

Die Bremsklötze haben auch auf See zu einer alarmierenden Situation geführt. Für das Jahr 2021 wird kein Leistungszuwachs erwartet, da sich schlicht keine neuen Windenergieprojekte im Bau befinden. Mit den Projekten aus früheren Ausschreibungsrunden [ab 2017] lässt sich der Leistungsbestand auf See bis 2025 auch nur auf 10,8 GW steigern und läge damit 3 Gigawatt hinter den gesetzten Zielen zurück [bei konstantem Ausbaupfad].

Quellen: Deutsche WindGuard, tagesschau.de , DIW, DLR, GWS Windenergie, Deutschland, Ausbau, Ziele, 2030, Zubau, Energiewende, Klimaziele

Vermeidung von Treibhausgas-Emissionen durch Windenergie

Die Treibhausgasemissionen Deutschlands entsprechen etwa einem Fünftel des jährlichen Gesamtaustoßes der Europäischen Union. Im Jahr 2019 wurden rund 810 Millionen Tonnen Treibhausgase [CO2-Äquivalente] freigesetzt, was einem Rückgang gegenüber 2018 von etwa 46,1 Millionen Tonnen entspricht.  Der größte Anteil der Gesamtemissionen entfällt mit 32% auf die Energiewirtschaft.  Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Emissionen des Energiesektors erneut deutlich zurück [-16%], was besonders auf die hohe Windstromproduktion und die damit verbundene geringere Stromproduktion in Kohlekraftwerken zurückzuführen ist. Rund 89 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente wurden im Jahr 2019 durch die Nutzung von Windenergie vermieden.

Quelle: 8. Monitoring-Bericht zur Energiewende des BMWi

Arbeitsplätze in der Windenergie-Branche

Mit einer Beschäftigtenquote von 40% ist der Windsektor der größte Arbeitgeber unter den Erneuerbaren. Im Jahr 2018 waren in Deutschland 121.700 Menschen in der Windenergie-Branche beschäftigt – 96.600 davon arbeiteten für die Windenergie an Land und 25.100 waren in der Offshore-Entwicklung tätig. Im Vergleich zu 2016 hat die Beschäftigung um 25% abgenommen. Mehr als 40.000 Jobs gingen in der Branche verloren.

Im Jahr 2018 waren insgesamt 304.000 Personen im Bereich der erneuerbaren Energien beschäftigt. Damit ging die Zahl der Arbeitsplätze noch einmal deutlich gegenüber dem Vorjahr [315.000] zurück.

Quelle: Zahlen zur Bruttobeschäftigung Windenergie in Deutschland des DIW/DLR/GWS – 2020

Investitionen in die Windenergie und wirtschaftliche Effekte

Mehr Bürokratie, Zubau-Beschränkungen und komplizierte Bewerbungsverfahren machen Investitionen in neue Windenergieanlagen in Deutschland komplizierter und zunehmend unattraktiver. Gegenüber dem Vorjahr ging der Zubau in der Windbranche erneut stark zurück, womit auch die Investitionen in Anlagen deutlich sank. Dennoch war die Windenergie auch 2019 die investitionsstärkste Sparte im Bereich der Erneuerbaren Energien, die mit 3,6 Milliarden Euro einen Anteil von 34% am gesamten EE-Investitionsvolumen von 10,5 Mrd. € erreichte. 2019 wurden im Onshore-Bereich 2,1 Mrd. € investiert. Offshore betrug das Investitionsvolumen 1,5 Mrd. €. Damit sanken die Investitionen um mehr als Zwei Drittel [-70%] im Vergleich zum Rekordjahr 2014 [12,1 Mrd. €].

Die wirtschaftlichen Impulse aus dem Betrieb der Anlagen an Land und auf See betrugen 2019 insgesamt 2,8 Mrd. Euro.

Quelle: Berechnung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung 2020

Verteilung der Windenergie in Deutschland

Ausbau und Zubau Bundesländer, Nordsee, Ostsee

Verteilung Windenergie Deutschland Karte Map

In Deutschland sind insgesamt 31.109 Windräder mit einer Gesamtleistung von 62.708 Megawatt [MW] installiert. Davon stehen auf dem Festland zwischen Flensburg und Freiburg 29.608 Windkraftanlagen [54.938 MW]. Weitere 1.501 Anlagen [7.770 MW] wurden in Nord- und Ostee in sogenannten Offshore -Windparks errichtet.

Windkraft in den Bundesländern

48% der installierten Windkraft-Anlagen stehen in Windparks im Norden Deutschlands. Hier liegen auch zwei der drei entwicklungsstärksten Länder: Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Niedersachsen liegt mit einer installierten Leistung von 11.430 MW weit vor dem Drittplatzierten Schleswig-Holstein [7.064 MW]. Bei der Zahl der Neuinstallationen wurden Niedersachsen [167] und Schleswig-Holstein [122] auf die Plätze 3 und 5 verwiesen.
Gemessen an der Fläche eines Bundeslandes stehen in Schleswig-Holstein und im Stadtstaat Bremen die meisten Windräder pro Quadratkilometer [km²]. In SH wurden bis Ende 2020 umgerechnet 447 Kilowatt [kW] pro km² installiert. In Bremen stehen seit Jahren unverändert 472 kW pro km².
Offshore ist mit 6.698 MW die meiste Windleistung in der Nordsee zu finden [92%] und auch nur dort wurden im letzten Jahr Windkraftanlagen [32 Stück, 219 MW] ans Netz angeschlossen. In der Ostsee stehen Windparks mit 1.072 MW Leistung

In der Mitte der Bundesrepublik befinden sich 38,5% aller Windenergieanlagen mit dem entwicklungsstärksten Land Brandenburg. Der Zweitplatzierte im Bundesvergleich hat eine Leistung von 7.748 MW installiert und trug 17% zum Zubau 2020 bei [238 MW]. Den größten Anteil am Zubau im vergangenen Jahr leistete mit 22% [brutto] Nordrhein- Westfalen, dass im Ländervergleich mit installierten 6.147 MW ebenfalls zu den Spitzenreitern gehört. In Sachsen-Anhalt ist mit 258 kW die meiste Leistung pro Quadratkilometer installiert.

In den südlichen Bundesländern drehen sich 13% der deutschen Windräder. Rheinland-Pfalz ist hier nicht nur das entwicklungsstärkste Bundesland [3.757 MW], dort wurde 2020 auch die meiste Windenergieleistung installiert [89 MW]. Flächenmäßig anteilig stehen die meisten Windkrafträder im Saarland mit 198 kW pro km².

Windenergie: Installierte Leistung und Zubau in den Bundesländern 2020

Bundesland | GebietLeistung MegawattProzentZubau 2020
Norden48,1%
Nordsee6698 MW10,7%219 MW
Ostsee1072 MW1,7%
Niedersachsen11430 MW18,2%167 MW
Schleswig-Holstein7064 MW11,3%122 MW
Mecklenburg-Vorpommern3556 MW5,7%110 MW
Bremen198 MW0.3%
Hamburg128 MW0.2%
Mitte38,5%
Brandenburg7478 MW11,9%238 MW
Nordrhein-Westfalen6174 MW9,8%317 MW
Sachsen-Anhalt5281 MW8,4%140 MW
Hessen2295 MW3,7%88 MW
Thüringen1657 MW2,6%60 MW
Sachsen1272 MW2%8 MW
Berlin12 MW0.02%
Süden13,4%
Rheinland-Pfalz3757 MW6,,0%89 MW
Bayern2559 MW4,1%32 MW
Baden-Württemberg1573 MW2,5%37 MW
Saarland505 MW0,8%22 MW
Quelle: Deutsche WindGuard, BWE, Wikipedia Windenergie, Deutschland, Verteilung, Windparks

Windenergie in Europa 2019-2020

Europa zählt neben Asien und Nordamerika zu den größten Windenergiemärkten weltweit. Anfang 2020 waren in den europäischen Ländern Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 205 Gigawatt [GW] installiert. Deutschland führt mit 62,7 MW das Länderranking in Europa an und liegt mit einem Anteil von über 30% deutlich vor Spanien und Großbritannien.
In Europa wurden 2019  mehr als 15 GW neue Windkraftkapazität installiert und ans Netz angeschlossen. Dies ist zwar ein Zuwachs von 27% gegenüber 2018,  jedoch 10% weniger als im Rekordjahr 2017.

2019 wurden 19 Mrd. € zur Finanzierung der Windenergieentwicklung investiert. Das waren 24% weniger als im Jahr 2018.

Top 10 Länder mit der meisten installierten Windenergie-Leistung 2020 in Europa

LandInstallierte Leistung Anfang 2020 [Megawatt]
Deutschland61.357 MW
Spanien25.808 MW
UK23.515 MW
Frankreich16.646 MW
Italien10.512 MW
Schweden8.985 MW
Dänemark6.128 MW
Polen5.917 MW
Portugal5.437 MW
Niederlande4.990 MW

Entwicklung der Windräder bis 2016

Entwicklung, Größe Windenergieanlagen

Die Windtechnologie hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Der Trend zu größeren und leistungsstärkeren Windrädern setzt sich ungebrochen fort. Seit der Jahrtausendwende dominiert die 2-bis-3-Megawatt-Klasse den Markt, doch die Bedeutung der 3-bis-5-Megawatt-Klasse nimmt deutlich zu.

Im Jahr 2016 betrug die Leistung einer an Land neu installierten Windenergieanlage im Durchschnitt 2.848 kW. Das sind 4% mehr als im letzten Jahr und 155% mehr als noch im Jahr 2000 [1.115 kW]. Der durchschnittliche Rotordurchmesser eines Windrades liegt heute mit 109 Metern 88% über dem Wert von 2000 [58 m] und auch die Nabenhöhe ist auf 128 Meter um gut 80% [71 m] gewachsen. Auf See betrug die durchschnittliche Leistung der neu installierten Anlage 5.244 kW. Das entspricht einer Steigerung von 27% gegenüber dem Vorjahr. Der Rotordurchmesser offshore liegt bei knapp 145 m und die Nabenhöhe bei 104 m.

Fragen zur Windenergie in Deutschland?

Haben Sie Fragen, einen Kommentar oder interessante Informationen zur Windenergie in Deutschland und Europa? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

Linda Holm
@Jay versuch mal die Orts-Statistiken bei https://de.windfinder.com/#10/54.5091/11.0165
Jay
Wie kann man wissen, wie oft pro Tag in einem Jahr im Durchschnitt es weht in Deutschland?
Linda Holm
Das ist eine interessante Frage Martin und theoretisch ist das denkbar, wenn es eine absolute Windstille gibt. Dass sich diese Flaute auf alle Windparks an Land und auf See erstreckt, ist eher gering. Aber das lässt sich herausfinden. Auf diesen beiden Seiten lassen sich die Erträge einsehen: https://www.agora-energiewende.de/service/agorameter/chart/power_generation/20.09.2021/23.09.2021/ https://www.smard.de/home Wenn es Null-Ertrags-Stunden in diesem Jahr gibt, bitte posten. Grüße von Linda Marie
Martin
Ein Kollege behauptet, dass es in Deutschland Zeiten (wenn es vielleicht auch nur ein paar Stunden im Jahr sind) in denen die Windkraft so gut wie keine Energie liefert. Stimmt das, und was ist die niedrigste Leistung der Windkraft in 2020. Herzliche Grüße, Martin Seyfried
Linda Holm
@Manfred Schröder Für die Berechnungsgrundlage muss ich Sie leider an die Quelle verweisen. Alle Daten stammen aus dem Jahresbericht " Status des Windenergieausbaus 2020"
Manfred Schröder
Die Nettostrommenge 2030 wäre dann linear hochgerechnet 191,1 TWh/a. (MW * 8.760 h/a * 0,240 / 1.000.000 = TWh/a). Mich interessiert, welchen Faktor Sie für 2030 für die Umrechnung ansetzen würden. Wie hat sich z. B. die Menge des infolge Abschaltung nicht produzierten Stroms entwickelt, welche Maßnahmen haben dazu in welchem Umfang beigetragen und wie hoch war die abgeregelte Strommenge in 2020? Vielen Dank.
Linda Holm
@N. Sie finden die Zahlen im "Update der Studie unter einer Zielvorgabe von 65% CO2-Reduktion in 2030 und 100% in 2050 [ PDF 1,15 MB ]" Selber Link.
N.
Frage zu folgender Anmerkung: [Anm. d. Red. Im Vergleich zu heute ist laut Studie von Fraunhofer ISE für die Erreichung der deutschen Klimaziele 2030 ein durchschnittlicher jährlicher Zubau von 7,4–8,4 GW bei der Windenergie an Land und weitere 1,4–1,7 GW auf See nötig.] Ist es möglich, diese Quellenangabe zu konkretisieren (Seitenzahl)? Ich konnte die Information nicht in der verlinkten Studie lokalisieren...
U. Bretschneider
Wir bräuchten viel mehr Windkraftanlagen, gerade auch hier in Sachsen, wo alte Anlagen sogar ersatzlos abgebaut werden. Leider mögen viele Leute keine Windräder und protestieren und klagen. Außerdem ist die deutsche Bürokratie ein Riesenhemmnis. Windparkgenossenschaften vor Ort würden den Gemeinden vor Ort und den Bewohnern neue Einnahmequellen erschließen und auch Arbeitsplätze. Vielleicht führt auch eine bessere Überzeugungsarbeit zu mehr Akzeptanz und eine entmistete Bürokratie, übrigens nicht nur auf diesen Gebiet. U. B.
Linda Holm
@Müller Schauen Sie mal beim Windfinder in die Statistik
Müller
Gibt es irgendwo eine Möglichkeit die am eigenen Wohnort durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten einzusehen?
Reiner Korte
Wir wohnen in Ost- Westfalen. Wenn wir in freier Natur unterwegs sind, sehen wie von vielen Positionen jeweils über 120 Windmühlen, die größtenteils 200 m hoch sind. Warum hat das grüne Badenw. Nur ein Viertel, und Bayern nur ein Drittel dieser Werte. Weht dort kein Wind? Wenn alle anderen Gebiete die sich eignen auch entspr. zugebaut werden, könnten wir mal wieder die tolle Landschaft zuhause genießen. Viele Grüße Reiner Korte